44 Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger – So forderst du angemessen
Shownotes
Fordere, was du wert bist! In dieser praxisnahen Folge von "Plan Genial.de" sprechen Lia und Maik Marx über Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger. Erfahre, warum die erste Verhandlung so wichtig ist, wie hoch Einstiegsgehälter sind, wie du deinen Marktwert recherchierst, welche Argumente zählen und wie du selbstbewusst verhandelst. Von der ersten Zahl bis zum Gesamtpaket – alle wichtigen Strategien für Absolventen und Berufsanfänger.
Verstehe die Grundlagen: Die erste Gehaltsverhandlung legt die Basis für die gesamte Karriere. Durchschnittliches Einstiegsgehalt: Mit Hochschulabschluss 45.000 Euro, ohne Studium 34.500 Euro (aber stark abhängig von Faktoren). Maik erklärt Einflussfaktoren (8: Abschluss, Studienrichtung, Branche, Unternehmensgröße, Region, Praktika, Zusatzqualifikationen, Verhandlungsgeschick), Marktwert-Recherche (8 Quellen: Gehaltsportale, Studien, Hochschule, Netzwerk, Berufsverbände, Stellenanzeigen, Recruiter, realistische Einschätzung), wann die Gehaltsfrage kommt, ob man als Erster eine Zahl nennen sollte (Pro und Contra).
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Blogbeitrag zur Folge lesen →In dieser Folge erfährst du
- Warum deine erste Gehaltsverhandlung als Berufseinsteiger die Basis für deine gesamte Karriere legt.
- Welche Faktoren dein Einstiegsgehalt beeinflussen und wie du deinen realistischen Marktwert professionell recherchierst.
- Wann im Bewerbungsprozess die Gehaltsfrage kommt und ob du als Erster eine Zahl nennen solltest.
- Wie du deine Gehaltsvorstellung im Vorstellungsgespräch klar, selbstbewusst und überzeugend formulierst und begründest.
- Mit welchen Argumenten du als Berufseinsteiger punktest und welche privaten Gründe du niemals nennen darfst.
- Warum krumme Zahlen wie 48.700 Euro statt runder Beträge psychologisch bessere Verhandlungsergebnisse erzielen.

Lia hält stolz und gerührt eine Urkunde, Maik ist sichtlich stolz – plangenial.de
Erhalte praktische Strategien: Wie du Gehaltsvorstellungen formulierst (Jahresgehalt, Spanne, begründen, Flexibilität, nicht entschuldigen), was krumme Zahlen sind (47.300 statt 47.000 - wirkt durchdacht!), welche Argumente für Berufseinsteiger zählen (8: Ausbildung, Noten, Praktika, Projekte, Zusatzqualifikationen, Motivation, Marktvergleich, Lebenshaltungskosten), was nicht zählt (5 Privates), wie du auf zu niedriges Angebot reagierst (7 Schritte), ohne Erfahrung übst (8 Methoden), Körpersprache nutzt (8 Aspekte), Gesamtpaket verstehst (10 Elemente), als Berufseinsteiger verhandelst (8 Gründe warum ja!), typische Fehler vermeidest (10), mit Standardaussagen umgehst, andere Angebote erwähnst.
Kapitel der Folge
- 00:05 – Willkommen bei Plangenial
- 01:09 – Warum Gehaltsverhandlung wichtig ist
- 01:53 – Durchschnittliches Einstiegsgehalt in Deutschland
- 02:43 – Faktoren für das Einstiegsgehalt
- 03:38 – Marktwert richtig recherchieren
- 04:29 – Wann kommt die Gehaltsfrage
- 05:03 – Erste Zahl nennen oder nicht
- 05:52 – Gehaltsvorstellungen richtig formulieren
- 06:44 – Krumme Zahlen als Vorteil
- 07:42 – Argumente für Berufseinsteiger
- 09:15 – Auf niedriges Angebot reagieren
- 10:12 – Verhandlung üben ohne Erfahrung
- 11:01 – Körpersprache in der Verhandlung
- 11:50 – Das Gesamtpaket verstehen
- 13:53 – Typische Fehler vermeiden
- 14:48 – Professionell auf Einwände reagieren
- 16:26 – Wichtigster Tipp zur Verhandlung
- 17:20 – Verabschiedung und Ausblick
Lia hat einen Aha-Moment, Maik freut sich mit – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de
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Schlusswort von Maik Marx
Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.
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Wenn dich das Thema Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin
plangenial auf Social Media
Transkript anzeigen
00:00:00: Lia: Servus und einen wunderschönen Tag. Willkommen zurück bei PlanGenial.de, dem Podcast für alle, die beruflich durchstarten wollen. Ich bin Lia und es freut mich riesig, dass ihr wieder dabei seid. Mit mir im Studio ist heute wieder der Gehaltskundige Maik Marx. Maik, du bist wie ein Verhandlungscoach. Du hilfst Menschen, ihren Wert zu erkennen und fair zu verhandeln.
00:00:31: Maik Marx: Hallo Lia, danke für die schöne Einleitung. Tatsächlich ist Gehaltsverhandlung eine Fähigkeit, die man lernen kann. Und gerade für Berufseinsteiger ist es wichtig, von Anfang an selbstbewusst aufzutreten.
00:00:45: Lia: Perfekt. In unserer letzten Folge haben wir über den Wiedereinstieg nach einer Pause gesprochen. Heute widmen wir uns einem Thema, das viele junge Menschen verunsichert. Gehaltsverhandlung für Berufseinsteiger. Wie fordert man als Anfänger angemessen Gehalt? Maik, warum ist die erste Gehaltsverhandlung so wichtig?
00:01:09: Maik Marx: Weil sie die Basis für die gesamte Karriere liegt. Erstens, das Einstiegsgehalt bestimmt oft alle folgenden Gehälter. Gehaltserhöhungen sind meist prozentual. Wer niedrig startet, bleibt oft dahinter zurück. Zweitens, es zeigt Selbstwert. Wer sein Gehalt verhandelt, signalisiert, ich kenne meinen Wert. Drittens, Arbeitgeber erwarten es. Viele testen, ob Bewerber verhandeln können. Viertens, es ist üblich. Fast niemand bekommt das erste Angebot ohne Verhandlung. Fünftens, es geht um viel Geld. Über ein Berufsleben können ein paar tausend Euro mehr. Am Anfang hunderttausende Euro Unterschied machen.
00:01:53: Lia: Wie hoch ist das durchschnittliche Einstiegsgehalt in Deutschland?
00:01:57: Maik Marx: Das hängt stark von Faktoren ab. Durchschnittlich. Mit Hochschulabschluss etwa 5.000 und 40.000 Euro brutto im Jahr. Ohne Studium etwa 4.000 und 30.500 Euro. Aber mit Master oft mehr als mit Bachelor. In manchen Branchen deutlich mehr. Ingenieure, IT, Pharma, 50.000 bis 60.000 Euro. Geisteswissenschaften, Soziales, Medien, 30.000 bis 40.000 Euro. Große Unternehmen zahlen mehr als kleine. Westdeutschland mehr als Ostdeutschland. Städte mehr als Land. Wichtig, das sind Durchschnitte. Individuelle Verhandlungen macht den Unterschied.
00:02:43: Lia: Welche Faktoren beeinflussen das Einstiegsgehalt?
00:02:47: Maik Marx: Viele. Erstens Abschluss. Bachelor, Master, Promotion. Zweitens Studienrichtung. MINT zahlt mehr als Geisteswissenschaften. Drittens Branche. Pharma, Automotive, IT zahlen gut. Soziales, Kultur weniger. Viertens Unternehmensgröße. Konzerne zahlen mehr als Startups oder KMU. Fünftens, Region. München, Frankfurt, Stuttgart zahlen mehr als ländliche Regionen. Sechstens, Praktika und Erfahrung. Relevante Praktika erhöhen den Wert. Siebtens, Zusatzqualifikationen, Sprachenzertifikate, Auslandserfahrung. Achtens, Verhandlungsgeschick. Wer gut verhandelt, bekommt mehr.
00:03:38: Lia: Wie recherchiert man seinen Marktwert?
00:03:40: Maik Marx: Gründlich. 1. Gehaltsportale. Stepstone, Glassdoor, Gehalt.de, Absolventa. Dort nach Branche, Position, Region filtern. 2. Studien. Stepstone Gehaltsreport. Stepstone Absolventenreport. 3. Hochschule, Career Service, Alumni-Netzwerk Fragen. 4. Netzwerk. Freunde, Bekannte, die schon arbeiten. 5. Berufsverbände. Oft haben die Gehaltsstudien. Sechstens, Stellenanzeigen. Manche geben Gehaltsspannen an. Siebtens, Recruiter. Die kennen den Markt. Achtens, realistische Einschätzung. Nicht nur Höchstwerte anschauen, sondern Durchschnitt.
00:04:29: Lia: Wann kommt die Gehaltsfrage im Bewerbungsprozess?
00:04:32: Maik Marx: Meist im Vorstellungsgespräch. Erstens, manchmal schon in der Bewerbung. Bitte geben Sie Ihre Gehaltsvorstellung an. Dann muss man eine Zahl nennen. Zweitens, oft im ersten oder zweiten Gespräch. Was sind Ihre Gehaltsvorstellungen? Drittens, manchmal erst bei Vertragsverhandlungen. Wenn Unternehmen Interesse hat. Viertens, Faustregel. Lass das Unternehmen die Frage stellen. Nicht von sich aus ansprechen. Aber vorbereitet sein.
00:05:03: Lia: Sollte man als Erster eine Zahl nennen?
00:05:05: Maik Marx: Umstritten. Pro, erstens, Anker setzen. Die erste Zahl prägt die Verhandlung. Wenn du 50.000 sagst, wird um 50.000 verhandelt. 2. Selbstbewusstsein zeigen. Du kennst deinen Wert. 3. Kontrolle. Du lenkst die Verhandlung. 1. Kontra. Risiko zu niedrig. Vielleicht hätten sie mehr geboten. Zweitens Risiko zu hoch. Vielleicht schreckt es ab. Drittens Informationsnachteil. Unternehmen kennt Budget, du nicht. Empfehlung für Berufseinsteiger. Wenn möglich, erst Unternehmen fragen, was ist für diese Position vorgesehen. Wenn du nennen musst, gut recherchierte Zahl mit Spanne.
00:05:52: Lia: Wie formuliert man Gehaltsvorstellungen?
00:05:55: Maik Marx: Klar und selbstbewusst. Erstens, Jahresgehalt nennen, nicht Monatsgehalt. Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 48.000 Euro brutto im Jahr. Zweitens, Spanne möglich. Zwischen 46.000 und 50.000 Euro. Aber nicht zu breit, sonst wirkt es unsicher. Drittens, begründen. Basierend auf meiner Qualifikation, meinen Praktika und der Marktrecherche. Ja. Viertens, Flexibilität signalisieren. Natürlich bin ich offen für ein Gespräch über das Gesamtpaket. Fünftens, nicht entschuldigen. Nicht, ich hoffe, das ist nicht zu viel, sondern das entspricht meiner Qualifikation.
00:06:44: Lia: Was ist eine krumme Zahl und warum hilft sie?
00:06:47: Maik Marx: Das ist eine präzise Zahl statt einer Runden. Beispiel 47.003 und Erd-Euro statt 47.000 Euro. Warum hilft sie? Erstens wirkt durchdacht. Du hast genau gerechnet, nicht geraten. Zweitens psychologischer Effekt. Präzision suggeriert Kompetenz. Drittens weniger Verhandlungsspielraum. Bei 50.000 denkt man, vielleicht 45.000. Bei 48.700 denkt man, die hat sich Gedanken gemacht. 4. Studien zeigen, krumme Zahlen führen zu besseren Ergebnissen. Aber nicht übertreiben. 48.700 R 32,50 Euro wirkt albern. 48.500 ADOT oder 48.700 R ist gut.
00:07:42: Lia: Welche Argumente zählen für Berufseinsteiger?
00:07:45: Maik Marx: Andere als für Erfahrene. Erstens, Ausbildung. Ich habe einen Masterabschluss mit Schwerpunkt X. Zweitens, Noten. Wenn gut, ich habe mit 1,5 abgeschlossen. Drittens, Praktika. Ich habe drei relevante Praktika absolviert, davon eins bei Y. Viertens, Projekte. In meiner Abschlussarbeit habe ich Z entwickelt. Fünftens, Zusatzqualifikationen. Ich spreche fließend Englisch und Spanel. 6. Motivation und Potenzial. Ich bin hochmotiviert, schnell zu lernen und Verantwortung zu übernehmen. 7. Marktvergleich. Laut StepStone Gehaltsreport liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt in dieser Branche bei X. 8. Lebenshaltungskosten. Nur wenn relevant. Da die Position in München ist, wo die Lebenshaltungskosten hoch sind.
00:08:44: Lia: Was zählt nicht als Argument?
00:08:46: Maik Marx: Privates. Erstens nicht, ich habe einen Kredit. Zweitens nicht, meine Freunde verdienen mehr. Drittens nicht, ich brauche das Geld. Viertens nicht, ich habe lange studiert. Fünftens nicht, ich bin so lange zur Uni gegangen, jetzt will ich endlich Geld verdienen. Was zählt? Dein Wert für das Unternehmen. Was bringst du? Welche Probleme löst du? Welche Qualifikationen hast du?
00:09:15: Lia: Wie reagiert man auf ein zu niedriges Angebot?
00:09:18: Maik Marx: Ruhig und strategisch. 1. Nicht sofort ablehnen. Danke für das Angebot. Darf ich darüber nachdenken? 2. Gegenangebot machen. Ich hatte mir aufgrund meiner Qualifikation X vorgestellt. Wäre das möglich? 3. Begründung liefern. Ich habe relevante Praktika, spreche drei Sprachen und habe in meiner Thesis bereits an ähnlichen Projekten gearbeitet. 4. Gesamtpaket erfragen Welche weiteren Leistungen gibt es? Weiterbildung, Homeoffice, Firmenwagen 5. Kompromiss suchen Könnten wir uns bei Y treffen? 6. Entwicklungsperspektive Wäre eine Gehaltsanpassung nach der Probezeit möglich? 7. Wenn wirklich zu niedrig, höflich ablehnen Danke, aber das entspricht leider nicht meinen Vorstellungen.
00:10:12: Lia: Was tun, wenn man keine Verhandlungserfahrung hat?
00:10:15: Maik Marx: Üben. 1. Mit Freunden. Rollenspiel. Einer ist Personaler, einer Bewerber. 2. Vor dem Spiegel. Laut sprechen, Körpersprache beobachten. 3. Argumente aufschreiben. Was sind meine Stärken? Warum bin ich wertvoll? 4. Szenarien durchspielen. Was, wenn sie ablehnen? Was, wenn sie Gegenangebot machen? Fünftens, Coaching nutzen. Plangenial.de bietet Gehaltsverhandlungscoaching. Sechstens, Videos schauen. YouTube hat viele gute Tutorials. Siebtens, Bücher lesen. Verhandeln von Harvard-Konzept. Achtens, Selbstbewusstsein stärken. Du hast etwas zu bieten.
00:11:01: Lia: Wie wichtig ist Körpersprache in der Gehaltsverhandlung?
00:11:05: Maik Marx: Sehr wichtig. Erstens, aufrecht sitzen. Zeigt Selbstbewusstsein. Zweitens, Blickkontakt. Nicht starren, aber halten. Drittens, ruhige Gestik. Nicht nervös zappeln. Viertens, lächeln. Freundlich, aber bestimmt. Fünftens, Stimme. Ruhig, klar, nicht zu leise. 6. Pausen. Nach deiner Zahl schweigen. Lass das Unternehmen reagieren. 7. Nicht zusammensacken. Auch bei Ablehnung aufrecht bleiben. 8. Powerposing vorher. Vor dem Gespräch zwei Minuten in selbstbewusster Haltung stehen. Studien zeigen hilft.
00:11:50: Lia: Was ist das Gesamtpaket? Und warum ist es wichtig?
00:11:53: Maik Marx: Das ist mehr als nur Gehalt. Erstens Urlaubstage. Standard 28 to 30, manche bieten mehr. Zweitens Homeoffice. Wie viele Tage pro Woche? Drittens Weiterbildung. Zahlt Arbeitgeber Kurse, Konferenzen? Viertens Firmenwagen oder Mobilitätszuschuss? Fünftens Altersvorsorge. Betriebliche Altersvorsorge. Wie viel zahlt Arbeitgeber? 6. Boni, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Leistungsboni. 7. Gesundheit. Fitnessstudio, Gesundheitschecks, Achtens Arbeitszeit, Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Neuntens Entwicklung. Gibt es klare Karrierepfade? Zehntens Kultur. Wie ist die Atmosphäre Work-Life-Balance? Manchmal ist ein niedrigeres Gehalt mit besserem Gesamtpaket attraktiver.
00:12:57: Lia: Kann man als Berufseinsteiger überhaupt verhandeln?
00:13:00: Maik Marx: Ja, unbedingt. Erstens, Arbeitgeber erwarten es. Wer nicht verhandelt, wirkt unsicher. Zweitens, Spielraum ist meist da. Erste Angebote sind selten das Maximum. Drittens, du hast Wert. Auch ohne Erfahrung bringst du Qualifikation, Motivation, frische Perspektiven. Viertens, Studien zeigen, wer verhandelt, bekommt durchschnittlich 5-10% mehr. Fünftens, es schadet nicht. Höflich und professionell verhandeln schadet nie. Sechstens, Selbstrespekt. Wer seinen Wert nicht vertritt, wird nicht respektiert. Siebtens, Übung. Die erste Verhandlung ist Lernerfahrung. Achtens, aber realistisch bleiben. Nicht 70.000 fordern, wenn Markt 45.000 ist.
00:13:53: Lia: Was sind typische Fehler bei der ersten Gehaltsverhandlung?
00:13:57: Maik Marx: Viele. 1. Zu früh ansprechen. Nicht im ersten Satz, was zahlen Sie? 2. Zu niedrig ansetzen. Aus Unsicherheit unter Wert verkaufen. 3. Zu hoch pokern. Unrealistische Forderungen schrecken ab. 4. Nicht recherchieren. Ohne Marktwissen verhandeln. 5. Sich entschuldigen. Ich weiß, ich bin Anfänger, aber... Sechstens, sofort zusagen. Erstes Angebot annehmen ohne Verhandlung. Siebtens, nur auf Gehalt fokussieren. Gesamtpaket ignorieren. Achtens, emotional werden. Frustriert oder aggressiv reagieren. Neuntens, lügen. Über andere Angebote, Qualifikationen. Zehntens, nicht üben. Unvorbereitet ins Gespräch.
00:14:48: Lia: Wie geht man mit der Aussage, das ist für Berufseinsteiger schon viel um?
00:14:54: Maik Marx: Professionell kontern. Erstens ruhig bleiben, nicht rechtfertigen. Zweitens Wert betonen. Ich verstehe. Gleichzeitig bringe ich durch meine Praktika bei X und Y bereits relevante Erfahrungen mit. Drittens Markt nennen. Laut StepStone Gehaltsreport liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt in dieser Branche bei Z. 4. Qualifikation. Mit meinem Masterabschluss und Schwerpunkt in A bin ich gut qualifiziert. 5. Kompromiss. Wäre eine Gehaltsanpassung nach 6 Monaten möglich? 6. Gesamtpaket. Welche weiteren Leistungen bieten Sie? 7. Selbstbewusstsein. Ich bin überzeugt, dass ich schnell Mehrwert liefern werde.
00:15:42: Lia: Sollte man andere Jobangebote erwähnen?
00:15:44: Maik Marx: Nur wenn wahr. Erstens, Vorteil, zeigt, du bist begehrt. Zweitens, Hebel. Ich habe ein anderes Angebot bei Ypsun, aber Ihr Unternehmen ist meine erste Wahl. Könnten Sie beim Gehalt noch etwas machen? Drittens, Vorsicht, nicht blöffen. Wenn Sie sagen, dann nehmen Sie das andere, stehst du dumm da. Viertens, ehrlich. Ich bin in anderen Prozessen, aber noch ist nichts entschieden. Fünftens, nicht arrogant. Nicht, ich habe fünf Angebote, Sie müssen sich anstrengen. Sondern, ich schätze Ihr Angebot sehr und würde gerne hier arbeiten. Gibt es Spielraum?
00:16:26: Lia: Was ist dein wichtigster Tipp für die erste Gehaltsverhandlung?
00:16:30: Maik Marx: Kenne deinen Wert und kommuniziere ihn selbstbewusst. Viele Berufseinsteiger unterschätzen sich. Sie denken, ich habe keine Erfahrung, ich kann nicht viel fordern. Aber du hast studiert, Praktika gemacht, Projekte abgeschlossen. Du bringst frische Ideen, Motivation, aktuelle Kenntnisse. Das ist wertvoll. Recherchiere gründlich, was der Markt zahlt. Übe die Verhandlung. Und dann tritt selbstbewusst auf. Nenne deine Zahl ohne Entschuldigung. Entschuldigung, begründe sie mit Fakten und sei bereit zu verhandeln, aber verkaufe dich nicht unter Wert. Die erste Verhandlung setzt den Ton für deine ganze Karriere. Es lohnt sich, hier Zeit und Energie zu investieren.
00:17:20: Lia: Das ist ein super Abschluss. Vielen Dank, Maik, für diese wertvollen Tipps zur ersten Gehaltsverhandlung.
00:17:27: Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Ich hoffe, wir konnten jungen Menschen Mut machen, ihren Wert zu kennen und zu vertreten.
00:17:35: Lia: Das hoffe ich auch. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn ihr Unterstützung bei der Gehaltsverhandlung braucht, bietet plangenial.de auch spezielles Coaching dafür an. Schaut auf der Website vorbei.
00:17:49: Maik Marx: In der nächsten Folge sprechen wir über ein spannendes Thema, Karriere im öffentlichen Dienst. Was sind die Vor- und Nachteile? Wie bewirbt man sich? Seid also unbedingt wieder dabei.
00:18:01: Lia: Bis dahin bleibt genial und kennt euren Wert.
00:18:04: Maik Marx: Die Ratschläge zur Gehaltsverhandlung in dieser Episode dienen der allgemeinen Orientierung und berücksichtigen individuelle Situationen nur bedingt. Gehälter variieren stark nach Branche, Region, Qualifikation und Unternehmen. Wir empfehlen, sich vor konkreten Verhandlungen gründlich zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Weitere Informationen und rechtliche Hinweise finden Sie in unseren AGB und im Impressum.
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