42 Berufliche Netzwerke aufbauen und pflegen – Kontakte, die weiterbringen

Shownotes

Knüpfe wertvolle Kontakte! In dieser praxisnahen Folge von "Plan Genial.de" sprechen Lia und Maik Marx über berufliche Netzwerke. Erfahre, warum Netzwerken so wichtig ist (25-70% aller Jobs über Kontakte!), wie du strategisch Kontakte knüpfst und pflegst, wo du Menschen triffst und wie du auch als Introvertierter erfolgreich netzwerken kannst. Von LinkedIn bis Elevator Pitch – alle wichtigen Strategien kompakt erklärt.

Verstehe Netzwerken: Über 25% aller Stellen werden über persönliche Kontakte besetzt. Ein berufliches Netzwerk umfasst Kollegen, Kunden, Branchenkontakte, Alumni, Mentoren. Maik erklärt die "Stärke schwacher Verbindungen" (Granovetter) – lose Kontakte öffnen oft neue Türen. Netzwerk aufbauen in 8 Schritten: Ziele klären, bestehende Kontakte aktivieren, neue knüpfen, online präsent sein, offline aktiv werden, authentisch sein, geben vor nehmen, dranbleiben. Orte zum Netzwerken: Arbeitsplatz, Events, Weiterbildungen, Alumni, Verbände, Ehrenamt, Sport, Online.

📝 Lust auf mehr? Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Blogbeitrag mit allen Strategien, Beispielen und Checklisten zum Nachlesen.

Blogbeitrag zur Folge lesen â†’

In dieser Folge erfährst du

  • Warum ĂĽber 25 Prozent aller Jobs in Deutschland ĂĽber persönliche Kontakte vergeben werden.
  • Was die Stärke schwacher Verbindungen bedeutet und wie lose Kontakte deine Karriere voranbringen.
  • Wo du neue berufliche Kontakte knĂĽpfst, von Branchen-Events bis zu LinkedIn-Gruppen und Alumni-Netzwerken.
  • Wie du Fremde auf Networking-Events authentisch ansprichst und echtes Interesse zeigst statt aufgesetzt zu wirken.
  • Welche LinkedIn-Strategien wirklich funktionieren, vom optimierten Profil bis zur personalisierten Kontaktanfrage mit Mehrwert.
  • Wie du dein Netzwerk langfristig pflegst, indem du regelmäßig Mehrwert bietest statt dich nur zu melden, wenn du etwas brauchst.

Lia und Maik im Gespräch am großen Fenster mit Stadtblick
Lia und Maik im Gespräch am großen Fenster mit Stadtblick – plangenial.de

Erhalte praktische Strategien: Wie du Fremde ansprichst (Körpersprache, Einstieg, Interesse, Gemeinsamkeiten), was du beim ersten Kontakt sagst (authentisch, interessiert, hilfreich), LinkedIn richtig nutzen (Profil, personalisierte Anfragen, aktiv sein, Gruppen), Netzwerk pflegen (regelmäßig, Mehrwert, Dankbarkeit, persönliche Treffen), Kontaktfrequenz, Netzwerken als Introvertierter (Qualität, Vorbereitung, kleine Events, 1:1, Online), Elevator Pitch (30-60 Sekunden), um Hilfe bitten (konkret, leicht machen, Dankbarkeit), Vitamin B (legitim!), Ablehnung professionell handhaben, typische Fehler vermeiden, Erfolg messen (Qualität!), in Erinnerung bleiben (Mehrwert, Authentizität).

Kapitel der Folge

  • 00:08 – Willkommen bei Plangenial
  • 00:57 – Die Bedeutung von Netzwerken
  • 03:06 – Aufbau eines Netzwerks
  • 04:00 – Neue Kontakte knĂĽpfen
  • 05:50 – Gesprächsstrategien fĂĽr Events
  • 06:29 – LinkedIn effektiv nutzen
  • 07:25 – Netzwerkpflege und -management
  • 08:17 – Kontaktfrequenz und Authentizität
  • 08:56 – Netzwerken vs. Networking
  • 09:33 – Netzwerken fĂĽr Introvertierte
  • 10:28 – Der Elevator Pitch
  • 11:08 – Hilfe und Empfehlungen anfragen
  • 11:59 – Vitamin B und Fairness
  • 12:47 – Umgang mit Ablehnung
  • 13:22 – Typische Netzwerkfehler
  • 14:14 – Erfolg im Netzwerken messen
  • 14:48 – In Erinnerung bleiben
  • 15:32 – Wichtigster Netzwerktipp
  • 16:14 – Abschluss und Ausblick


Lia ist nervös vor dem Gespräch, Maik beruhigt sie – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de

Hilfreiche Links

📝 Blogbeitrag zur Folge lesen – alle Tipps zum Nachlesen →🎯 Kostenloses Erstgespräch buchen – unverbindlich kennenlernen →💶 AVGS-Coaching bei der Arbeitsagentur – unser offizielles Angebot →ℹ️ Impressum – rechtliche Angaben →

💬 Du willst persönliche Unterstützung bei Bewerbung & Karriere?
Mit dem AVGS-Gutschein der Agentur fĂĽr Arbeit ist dein Coaching bei plangenial zu 100 % förderbar – komplett kostenfrei fĂĽr dich.

Jetzt kostenloses Erstgespräch sichern â†’

Schlusswort von Maik Marx

Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.

Ăśbrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur fĂĽr Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – fĂĽr dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.

Wenn dich das Thema Berufliche Netzwerke aufbauen und pflegen gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Unterschrift Maik Marx
Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin

plangenial auf Social Media

Transkript anzeigen

Lia: Guten Morgen und herzlich willkommen zurück bei „Plan Genial.de"! Ich bin Lia, und es freut mich sehr, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Mit mir im Studio ist heute wieder der bestens vernetzte Maik Marx. Maik, du bist wie ein Spinnennetzkünstler – du webst Verbindungen, die halten und tragen!

Maik Marx: Hallo Lia, was für ein kreatives Bild! Tatsächlich ist Netzwerken eine Kunst, die man lernen kann. Und die Verbindungen, die man knüpft, können das ganze Leben bereichern.

Lia: Perfekt! In unserer letzten Folge haben wir über Arbeitsrecht gesprochen. Heute widmen wir uns einem Thema, das für die Karriere enorm wichtig ist: Berufliche Netzwerke aufbauen und pflegen. Vitamin B, wie man so schön sagt. Maik, warum ist Netzwerken so wichtig?

Maik Marx: Weil viele Chancen über Kontakte entstehen. Studien zeigen: Über 25 Prozent aller Stellen in Deutschland werden über persönliche Kontakte besetzt, manche Schätzungen gehen bis 70 Prozent. Viele Jobs werden nie ausgeschrieben, sondern intern oder über Empfehlungen vergeben. Wer ein gutes Netzwerk hat, erfährt von Chancen, bekommt Empfehlungen, erhält Unterstützung, lernt ständig dazu. Netzwerken ist keine Manipulation, sondern Beziehungspflege. Und: Es geht in beide Richtungen. Nicht nur nehmen, auch geben.

Lia: Was genau ist ein berufliches Netzwerk?

Maik Marx: Das ist die Gesamtheit deiner beruflichen Kontakte. Kollegen, Vorgesetzte, Kunden, Lieferanten, Branchenkontakte, Alumni, Mentoren, Bekannte aus Weiterbildungen, Konferenzen, Online-Plattformen. Manche Kontakte sind eng, andere lose. Beide Arten sind wertvoll. Enge Kontakte: Vertrauen, tiefe Unterstützung. Lose Kontakte: Neue Perspektiven, Zugang zu anderen Kreisen. Der Soziologe Mark Granovetter nannte das „Strength of Weak Ties" – die Stärke schwacher Verbindungen.

Lia: Was ist die Stärke schwacher Verbindungen?

Maik Marx: Das ist eine wichtige Erkenntnis. Granovetter fand heraus: Oft helfen uns lose Kontakte mehr bei der Jobsuche als enge Freunde. Warum? Enge Kontakte kennen meist dieselben Leute wie wir, haben ähnliche Informationen. Lose Kontakte bewegen sich in anderen Kreisen, haben andere Informationen, öffnen neue Türen. Beispiel: Ein ehemaliger Kommilitone, den du kaum siehst, arbeitet in einer Firma, die gerade jemanden sucht. Er empfiehlt dich. Das wäre ohne diesen losen Kontakt nicht passiert. Deshalb: Auch lose Kontakte pflegen.

Lia: Wie baut man ein Netzwerk auf?

Maik Marx: Schritt für Schritt. Erstens, Ziele klären. Was will ich erreichen? Jobwechsel, Wissen, Inspiration, Geschäftskontakte? Zweitens, bestehende Kontakte aktivieren. Wer ist schon in meinem Netzwerk? Kollegen, Studienfreunde, Familie, Bekannte. Drittens, neue Kontakte knüpfen. Wo treffe ich Menschen aus meiner Branche? Viertens, online präsent sein. LinkedIn, Xing, Fachforen. Fünftens, offline aktiv werden. Events, Messen, Konferenzen, Stammtische. Sechstens, authentisch sein. Nicht verstellen, echtes Interesse zeigen. Siebtens, geben vor nehmen. Anderen helfen, Mehrwert bieten. Achtens, dranbleiben. Netzwerken ist Marathon, kein Sprint.

Lia: Wo kann man neue Kontakte knĂĽpfen?

Maik Marx: Viele Orte. Erstens, Arbeitsplatz. Kollegen, andere Abteilungen, Kunden, Partner. Zweitens, Branchenevents. Konferenzen, Messen, Fachtagungen. Drittens, Weiterbildungen. Seminare, Kurse, Workshops. Viertens, Alumni-Netzwerke. Ehemalige Kommilitonen, Uni-Veranstaltungen. Fünftens, Berufsverbände. Branchenorganisationen, Kammern. Sechstens, Networking-Events. Speed-Networking, Business-Breakfast. Siebtens, Ehrenamt. Vereine, NGOs, Stiftungen. Achtens, Sport und Hobbys. Laufgruppen, Chöre – oft entstehen dort Kontakte. Neuntens, Online. LinkedIn-Gruppen, Fachforen, Twitter-Spaces.

Lia: Wie spricht man Fremde auf Events an?

Maik Marx: Mit Mut und Strategie. Erstens, Körpersprache. Offen, lächeln, Blickkontakt. Zweitens, Einstieg finden. „Interessanter Vortrag, oder?" „Sind Sie auch das erste Mal hier?" Drittens, sich vorstellen. Name, was du machst, warum du hier bist. Kurz und klar. Viertens, Interesse zeigen. Fragen stellen, zuhören. „Was bringt Sie hierher?" „Woran arbeiten Sie gerade?" Fünftens, Gemeinsamkeiten finden. Was verbindet uns? Sechstens, nicht zu lange bleiben. 5-10 Minuten, dann weiterziehen. Qualität vor Quantität. Siebtens, Visitenkarten tauschen oder LinkedIn-Kontakt. Achtens, nachfassen. Am nächsten Tag Nachricht schicken.

Lia: Was sagt man beim ersten Kontakt?

Maik Marx: Authentisch und interessiert. Nicht: „Ich suche einen Job, können Sie mir helfen?" Sondern: „Ich finde Ihre Arbeit spannend. Wie sind Sie in diesen Bereich gekommen?" Oder: „Ich arbeite auch im Marketing. Welche Trends sehen Sie gerade?" Oder: „Ich habe Ihren Artikel gelesen. Wie haben Sie das Projekt umgesetzt?" Zeige echtes Interesse, stelle offene Fragen, höre zu. Menschen reden gerne über sich, wenn man aufrichtig fragt. Und: Sei hilfreich. „Ich kenne jemanden, der dazu forscht. Soll ich Sie vernetzen?"

Lia: Wie nutzt man LinkedIn fĂĽr Netzwerken?

Maik Marx: Sehr effektiv. Erstens, Profil optimieren. Haben wir in Folge 38 besprochen. Zweitens, bestehende Kontakte hinzufügen. Kollegen, Bekannte, Alumni. Drittens, strategisch neue Kontakte anfragen. Mit personalisierter Nachricht. „Hallo Frau Müller, ich habe Ihren Artikel über KI gelesen und fand ihn sehr inspirierend. Ich arbeite auch in diesem Bereich. Gerne würde ich mich mit Ihnen vernetzen." Viertens, aktiv sein. Posten, kommentieren, liken. Fünftens, Gruppen beitreten. Fachgruppen, Alumni-Gruppen. Dort diskutieren, Mehrwert bieten. Sechstens, Nachrichten schreiben. Nicht nur vernetzen, sondern auch Gespräche führen. Siebtens, Empfehlungen geben und bekommen.

Lia: Wie pflegt man sein Netzwerk?

Maik Marx: Regelmäßig und authentisch. Erstens, in Kontakt bleiben. Nicht nur melden, wenn man etwas braucht. Zweitens, Mehrwert bieten. Artikel teilen, Kontakte vermitteln, Tipps geben. Drittens, Geburtstage und Erfolge feiern. Gratulieren, wenn jemand befördert wird oder Job wechselt. Viertens, persönliche Treffen. Kaffee, Lunch, Video-Call. Fünftens, Dankbarkeit zeigen. Bedanken, wenn jemand geholfen hat. Sechstens, Netzwerk pflegen, nicht nur nutzen. Auch helfen, wenn man selbst nichts braucht. Siebtens, System haben. CRM-Tool, Excel, oder einfach Kalender-Erinnerungen. Achtens, authentisch bleiben. Nicht aufgesetzt, sondern echt.

Lia: Wie oft sollte man Kontakte kontaktieren?

Maik Marx: Das kommt drauf an. Enge Kontakte: Regelmäßig, vielleicht monatlich oder quartalsweise. Lose Kontakte: Ein- bis zweimal im Jahr reicht. Wichtig: Nicht nur melden, wenn man etwas will. Besser: Regelmäßig kleine Signale senden. Artikel teilen: „Das könnte dich interessieren." Erfolg kommentieren: „Glückwunsch zum neuen Job!" Frage stellen: „Wie läuft dein Projekt?" Oder einfach: „Lange nichts gehört, wie geht's?" Authentizität ist wichtiger als Frequenz.

Lia: Was ist der Unterschied zwischen Netzwerken und Networking?

Maik Marx: Oft synonym, aber man kann unterscheiden. Netzwerken ist der Prozess, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Networking ist oft das Event, die Veranstaltung. Aber eigentlich: Netzwerken ist eine Haltung, keine Aktivität. Es bedeutet, immer offen für Kontakte zu sein, Beziehungen zu schätzen, langfristig zu denken. Nicht: „Ich gehe jetzt netzwerken und dann bin ich fertig." Sondern: „Ich pflege meine Beziehungen kontinuierlich."

Lia: Wie netzwerkt man als Introvertierter?

Maik Marx: Anders, aber nicht schlechter. Erstens, Qualität vor Quantität. Introvertierte bauen oft tiefere Beziehungen auf. Zweitens, Vorbereitung. Vor Events überlegen: Wen will ich treffen? Was will ich fragen? Drittens, kleinere Events. Statt Riesenmesse lieber kleines Fachgespräch. Viertens, Eins-zu-eins-Treffen. Statt Gruppendynamik lieber Kaffee zu zweit. Fünftens, Online nutzen. LinkedIn, E-Mail – weniger überwältigend als Events. Sechstens, Pausen nehmen. Nach Event Ruhe gönnen. Siebtens, eigene Stärken nutzen. Zuhören, Tiefe, Authentizität. Achtens, nicht verstellen. Introversion ist keine Schwäche.

Lia: Was ist der Elevator Pitch?

Maik Marx: Das ist eine kurze Selbstvorstellung, die so lang ist wie eine Aufzugsfahrt – 30 bis 60 Sekunden. Inhalt: Wer bin ich? Was mache ich? Was ist meine Besonderheit? Was suche ich? Beispiel: „Ich bin Anna Müller, Marketing Managerin mit Fokus auf nachhaltiges Branding. Ich helfe Unternehmen, ihre Werte authentisch zu kommunizieren. Aktuell suche ich nach Projekten im Social-Impact-Bereich." Elevator Pitch sollte klar, interessant, authentisch sein. Nicht auswendig aufsagen, sondern natürlich erzählen. Üben hilft.

Lia: Wie bittet man um Hilfe oder Empfehlung?

Maik Marx: Höflich und konkret. Erstens, Beziehung aufbauen. Nicht sofort um Hilfe bitten, sondern erst Vertrauen schaffen. Zweitens, konkret sein. Nicht: „Können Sie mir helfen?" Sondern: „Ich suche eine Position im Projektmanagement. Kennen Sie jemanden, der gerade einstellt?" Drittens, es leicht machen. „Darf ich Ihnen meinen Lebenslauf schicken, den Sie weiterleiten könnten?" Viertens, Dankbarkeit zeigen. „Ich weiß Ihre Hilfe sehr zu schätzen." Fünftens, Feedback geben. „Ihre Empfehlung hat funktioniert, ich habe das Gespräch!" Sechstens, Gegenseitigkeit. Auch anbieten zu helfen. Siebtens, nicht aufdringlich sein. Akzeptieren, wenn jemand nicht kann oder will.

Lia: Was ist Vitamin B und ist es fair?

Maik Marx: Vitamin B steht für Beziehungen. Manche sehen es negativ: Vetternwirtschaft, Unfairness. Aber: Vitamin B ist normal und legitim. Arbeitgeber wollen Risiko minimieren. Eine Empfehlung von jemandem, dem sie vertrauen, ist wertvoll. Und: Jeder kann Vitamin B aufbauen, nicht nur Privilegierte. Netzwerken ist demokratisch. Natürlich gibt es Grenzen: Wenn nur Beziehungen zählen, nicht Qualifikation, ist das problematisch. Aber: Beziehungen plus Qualifikation ist eine starke Kombination. Und oft öffnen Beziehungen nur die Tür, überzeugen muss man selbst.

Lia: Wie geht man mit Ablehnung um?

Maik Marx: Professionell. Erstens, nicht persönlich nehmen. Vielleicht hat die Person gerade keine Zeit, keine Möglichkeit. Zweitens, höflich bleiben. „Kein Problem, ich verstehe. Danke trotzdem." Drittens, Tür offen lassen. „Vielleicht ein andermal." Viertens, weitermachen. Netzwerken ist Zahlenspiel. Nicht jeder Kontakt wird eng. Fünftens, reflektieren. War ich zu aufdringlich? Zu unklar? Sechstens, nicht aufgeben. Ablehnung gehört dazu.

Lia: Was sind typische Netzwerk-Fehler?

Maik Marx: Viele. Erstens, nur nehmen, nicht geben. Netzwerken ist Geben und Nehmen. Zweitens, nur melden, wenn man etwas braucht. Wirkt opportunistisch. Drittens, nicht nachfassen. Visitenkarte bekommen, nie wieder melden. Viertens, zu aufdringlich sein. Sofort um Job bitten. FĂĽnftens, nicht authentisch sein. Sich verstellen, nur strategisch denken. Sechstens, Kontakte nicht pflegen. Einmal vernetzen, dann vergessen. Siebtens, nur auf wichtige Leute fokussieren. Alle Kontakte sind wertvoll. Achtens, offline und online trennen. Beides verbinden. Neuntens, ungeduldig sein. Netzwerken braucht Zeit.

Lia: Wie misst man Netzwerk-Erfolg?

Maik Marx: Nicht in Zahlen. Es geht nicht um 1000 LinkedIn-Kontakte, sondern um Qualität. Fragen: Erstens, habe ich Kontakte, die ich bei Fragen anrufen kann? Zweitens, helfe ich anderen regelmäßig? Drittens, erfahre ich von Chancen über mein Netzwerk? Viertens, fühle ich mich in meinem Netzwerk wohl? Fünftens, lerne ich von meinen Kontakten? Sechstens, habe ich diverse Kontakte aus verschiedenen Bereichen? Wenn ja, ist dein Netzwerk gesund.

Lia: Wie bleibt man in Erinnerung?

Maik Marx: Durch Mehrwert und Authentizität. Erstens, sei hilfreich. Menschen erinnern sich an die, die ihnen geholfen haben. Zweitens, sei interessant. Teile spannende Inhalte, Insights, Geschichten. Drittens, sei konsistent. Regelmäßig präsent sein. Viertens, sei anders. Was macht dich besonders? Fünftens, sei persönlich. Nicht nur Business, auch Menschliches. Sechstens, folge nach. Nach Treffen Dankesnachricht, nach Gespräch Artikel teilen. Siebtens, sei du selbst. Authentizität ist unvergesslich.

Lia: Was ist dein wichtigster Netzwerk-Tipp?

Maik Marx: Gib mehr, als du nimmst. Netzwerken ist kein Tauschgeschäft, sondern Beziehungspflege. Wenn du anderen hilfst, ohne sofort etwas zu erwarten, baust du echtes Vertrauen auf. Und: Langfristig kommt das zurück. Nicht immer von derselben Person, aber aus dem Netzwerk. Das nennt man „Generalized Reciprocity" – verallgemeinerte Gegenseitigkeit. Du gibst in das Netzwerk, das Netzwerk gibt zurück. Und: Netzwerken sollte Freude machen. Wenn es sich wie Arbeit anfühlt, machst du es falsch. Echte Beziehungen bereichern das Leben.

Lia: Das ist ein wunderbarer Abschluss. Vielen Dank, Maik, fĂĽr diese wertvollen Einblicke ins Netzwerken.

Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Ich hoffe, wir konnten Menschen ermutigen, aktiv Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

Lia: Das hoffe ich auch. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn ihr Unterstützung beim Aufbau eures Netzwerks braucht, findet ihr auf unserer Website entsprechende Coaching-Angebote.

Maik Marx: In der nächsten Folge sprechen wir über ein Thema, das viele bewegt: Beruflicher Wiedereinstieg nach einer Pause. Wie gelingt der Neustart nach Elternzeit, Krankheit oder Sabbatical? Seid also unbedingt wieder dabei!

Lia: Bis dahin, bleibt genial und vernetzt euch!

Maik Marx: Die Informationen in dieser Podcast-Episode dienen als allgemeine Anregung für den Aufbau beruflicher Kontakte und ersetzen keine individuelle Karriereberatung. Netzwerken ist ein persönlicher Prozess, der Zeit und Authentizität erfordert. Die genannten Strategien sollten an die eigene Persönlichkeit und Situation angepasst werden. Weitere Hinweise und Ressourcen finden Sie in unseren AGB und im Impressum auf der Website.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.