4 Digitale Bewerbungsstrategien und Online Präsenz
Shownotes
In dieser Episode diskutieren wir die entscheidende Rolle der digitalen Bewerbungsstrategien und der Online-Präsenz für Jobsuchende. Ich, Lia, und mein Co-Moderator Mik, ein erfahrener Bewerbungsexperte, geben Einblicke in die heutigen Anforderungen des Arbeitsmarktes. Wir beginnen mit der Feststellung, dass eine starke Online-Präsenz für die meisten Personaler unerlässlich ist, da über 90 Prozent der Recruiter Kandidaten online recherchieren. Dabei gehen wir darauf ein, was Personaler suchen und welche Plattformen für Bewerber besonders wichtig sind, wie LinkedIn und Xing.
Mike erklärt, dass es in der heutigen Zeit nicht mehr ausreicht, eine herkömmliche Bewerbungsmappe einzureichen. Wir thematisieren die häufigsten Fehler, die Bewerber machen können, darunter uneinheitliche Informationen zwischen Lebenslauf und Online-Profilen sowie das Vorhandensein unprofessioneller Inhalte auf sozialen Medien. Ein zentraler Tipp von Mike ist der digitale Frühjahrsputz, bei dem Bewerber ihre Profile regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten sollten, um ein konsistentes und professionelles Bild abzugeben.
📝 Lust auf mehr? Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Blogbeitrag mit allen Strategien, Beispielen und Checklisten zum Nachlesen.
Blogbeitrag zur Folge lesen →In dieser Folge erfährst du
- Wie du deine Profile auf LinkedIn, Xing und anderen Plattformen optimierst
- Welche Fehler du bei deiner Online-Präsenz unbedingt vermeiden solltest
- Tipps für erfolgreiche Video-Bewerbungen und digitale Vorstellungsgespräche
- Strategien für Online-Bewerbungsportale großer Unternehmen
- Wie du digitales Networking effektiv für deine Jobsuche nutzt

Lia und Maik bei einer entspannten Kaffeepause draußen – plangenial.de
Im weiteren Verlauf unserer Unterhaltung besprechen wir die Herausforderungen und Chancen, die mit der Nutzung von Online-Bewerbungsportalen und Videobewerbungen verbunden sind. Mike gibt wertvolle Ratschläge für die Erstellung eines effektiven LinkedIn-Profils, einschließlich der Wichtigkeit eines professionellen Fotos und aktiven Teilens von relevanten Inhalten. Wir betonen, dass positives Netzwerken und das Teilen von Fachwissen die Chancen erhöhen können, von Recruitern gefunden zu werden.
Kapitel der Folge
- 00:09 – Einführung in digitale Bewerbungsstrategien
- 01:12 – Bedeutung der Online-Präsenz
- 03:12 – Wichtige Plattformen für Jobsuchende
- 04:14 – Fehler bei der Online-Präsenz
- 05:24 – Digitaler Frühjahrsputz
- 06:21 – Chancen der Online-Präsenz
- 06:44 – Aufbau einer positiven Online-Präsenz
- 08:00 – Netzwerken im digitalen Zeitalter
- 08:45 – Online-Bewerbungsportale im Fokus
- 09:52 – Tipps für Videobewerbungen
- 10:36 – Digitale Vorstellungsgespräche
- 11:55 – Umgang mit negativer Online-Reputation
- 12:51 – Schneller Aufbau einer Online-Präsenz
- 14:04 – Grenzen der Online-Präsenz
- 15:19 – Zusammenfassung und Schlusswort
Lia und Maik geben sich ein High-Five – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de
Hilfreiche Links
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Schlusswort von Maik Marx
Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.
Übrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – für dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.
Wenn dich das Thema Digitale Bewerbungsstrategien und Online Präsenz gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin
plangenial auf Social Media
Transkript anzeigen
Lia: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Plangenial.de, der Bewerbungs- und Karriere-Podcast. Ich bin Lia, eure Moderatorin, und freue mich riesig, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Und natürlich ist auch heute mein lieber Freund und Bewerbungsexperte Maik wieder bei uns im Studio.
Maik Marx: Hallo zusammen. Danke für die nette Begrüßung, Lia. Ich freue mich, wie immer hier sein zu dürfen.
Lia: Maik, ich muss dir wirklich ein Kompliment machen. Die Resonanz auf unsere letzten Folgen war fantastisch. Besonders deine Tipps zum Umgang mit Lücken im Lebenslauf haben vielen unserer Hörerinnen und Hörer wirklich weitergeholfen.
Maik Marx: Das freut mich sehr zu hören. Weißt du, genau dafür mache ich das ja, um Menschen auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Lia: Und genau deshalb schätze ich dich so. Du hast einfach dieses besondere Talent, komplizierte Themen verständlich zu erklären. Und das sage ich nicht nur, weil wir uns schon so lange kennen.
Maik Marx: Na, ein bisschen Voreingenommenheit darf schon sein unter Freunden.
Lia: Heute sprechen wir über ein Thema, das mir als Digitalunternehmerin besonders am Herzen liegt. Digitale Bewerbungsstrategien und Online-Präsenz. Maik, ich weiß, dass du auch in diesem Bereich ein absoluter Experte bist.
Maik Marx: Danke für die Blumen, aber du kennst dich mit der digitalen Welt mindestens genauso gut aus wie ich. Wahrscheinlich sogar besser.
Lia: Teamwork makes the dream work. Zusammen decken wir das Thema perfekt ab. Also, lass uns direkt einsteigen. Wie wichtig ist die Online-Präsenz heute überhaupt für Jobsuchende?
Maik Marx: Sie ist absolut entscheidend geworden, Lia. Die Zeiten, in denen man einfach eine Bewerbungsmappe verschickt hat und fertig, sind definitiv vorbei. Heute recherchieren über 90 Prozent der Personaler vor oder nach einem Bewerbungsgespräch im Internet über die Kandidaten.
Lia: Das ist eine beeindruckende Zahl. Was genau suchen die Personaler denn online?
Maik Marx: Sie wollen einen umfassenderen Eindruck von der Person bekommen. Sie schauen nach beruflichen Profilen auf Plattformen wie LinkedIn oder Xing, aber auch nach privaten Social Media Accounts wie Facebook oder Instagram. Sie prüfen, ob das, was du in deiner Bewerbung angibst, mit deinem Online-Auftritt übereinstimmt.
Lia: Und was passiert, wenn sie nichts finden? Wenn jemand gar nicht online präsent ist?
Maik Marx: Das kann tatsächlich auch ein Nachteil sein, besonders in Branchen, die digital affin sind. Keine Online-Präsenz kann den Eindruck erwecken, dass du nicht auf dem neuesten Stand bist oder dich nicht für digitale Entwicklungen interessierst.
Lia: Ich erinnere mich noch, als ich dich kennengelernt habe, Maik. Du hattest damals noch nicht mal ein LinkedIn-Profil.
Maik Marx: Stimmt. Und du hast mich so lange bearbeitet, bis ich endlich eins angelegt habe. Heute bin ich dir dafür sehr dankbar. Es hat mir tatsächlich viele Türen geöffnet.
Lia: Siehst du? Manchmal braucht man eben Freunde, die einen in die richtige Richtung stupsen. Aber zurück zum Thema. Was sind denn die wichtigsten Plattformen, auf denen Jobsuchende präsent sein sollten?
Maik Marx: An erster Stelle stehen definitiv die Business-Netzwerke LinkedIn und Xing. LinkedIn ist international stärker verbreitet, während Xing im deutschsprachigen Raum nach wie vor sehr relevant ist. Je nach Branche kann auch eine Präsenz auf GitHub für Programmierer, Behance für Designer oder ResearchGate für Wissenschaftler sinnvoll sein.
Lia: Und was ist mit den klassischen sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder TikTok?
Maik Marx: Die sind weniger für die direkte Jobsuche relevant, aber sie prägen das Bild, das Arbeitgeber von dir bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass du dort entweder sehr bewusst mit deinen Inhalten umgehst oder deine Profile privat stellst.
Lia: Apropos bewusster Umgang. Was sind die häufigsten Fehler, die Menschen bei ihrer Online-Präsenz machen?
Maik Marx: Oder gibt es einige? Der klassische Fehler ist natürlich das peinliche Partyfoto, das öffentlich sichtbar ist. Aber es geht auch um subtilere Dinge. Widersprüchliche Angaben zwischen Lebenslauf und LinkedIn-Profil, politisch extreme oder beleidigende Äußerungen in sozialen Medien oder einfach ein sehr ungepflegtes, veraltetes Profil.
Lia: Ich glaube, viele unterschätzen, wie gründlich Personaler heute recherchieren.
Maik Marx: Absolut. Es gibt sogar Unternehmen, die sich auf Backgroundchecks spezialisiert haben und das Internet systematisch nach Informationen über Bewerber durchsuchen.
Lia: Das klingt fast ein bisschen gruselig. Was rätst du unseren Hörerinnen und Hörern? Sollten sie alle ihre Social-Media-Accounts löschen?
Maik Marx: Nein, das ist nicht nötig und kann sogar kontraproduktiv sein. Stattdessen empfehle ich einen digitalen Frühjahrsputz. Überprüfe alle deine Profile und lösche oder verberge Inhalte, die unprofessionell wirken könnten. Stelle private Accounts auf Privat und achte darauf, dass deine öffentlichen Profile ein konsistentes, professionelles Bild vermitteln.
Lia: Ein digitaler Frühjahrsputz. Das gefällt mir. Wie geht man da am besten vor?
Maik Marx: Am einfachsten ist es, wenn du deinen eigenen Namen googlest und schaust, was alles auftaucht. Mache das am besten im Inkognito-Modus deines Browsers, um personalisierte Suchergebnisse zu vermeiden. Überprüfe die ersten drei bis vier Seiten der Suchergebnisse gründlich.
Lia: Und wenn ich etwas finde, das ich lieber nicht im Netz haben möchte?
Maik Marx: Wenn es auf deinen eigenen Profilen ist, kannst du es natürlich löschen. Bei Inhalten auf fremden Seiten kannst du den Seitenbetreiber kontaktieren und Umlöschung bitten. In schwerwiegenden Fällen gibt es auch das Recht auf Vergessenwerden. Du kannst bei Google beantragen, bestimmte Suchergebnisse zu deinem Namen zu entfernen.
Lia: Okay, jetzt haben wir über die Risiken gesprochen. Aber die Online-Präsenz bietet doch auch Chancen, oder?
Maik Marx: Auf jeden Fall. Eine gut gepflegte Online-Präsenz kann ein echter Türöffner sein. Du kannst dich als Experte in deinem Bereich positionieren, wertvolle Kontakte knüpfen und sogar von Rekrutern gefunden werden, ohne dich aktiv zu bewerben.
Lia: Das klingt super. Wie baut man denn so eine positive Online-Präsenz auf?
Maik Marx: Der erste Schritt ist ein vollständiges, aktuelles Profil auf LinkedIn oder Xing. Achte auf ein professionelles Foto. Das erhöht die Klickrate auf dein Profil enorm. Dann solltest du regelmäßig relevante Inhalte teilen oder kommentieren, um Aktivität zu zeigen.
Lia: Ich erinnere mich noch, wie du anfangs gezögert hast, Beiträge zu teilen, Maik. Aber mittlerweile bist du ja richtig aktiv geworden.
Maik Marx: Ja, du hast mich da wirklich aus meiner Komfortzone geschubst. Aber es hat sich gelohnt. Durch meine Fachbeiträge zum Thema Bewerbung und Arbeitsmarkt habe ich viele wertvolle Kontakte geknüpft und sogar Klienten gewonnen.
Lia: Siehst du? Manchmal braucht man eben einen freundschaftlichen Tritt in den Hintern. Aber mal ehrlich, nicht jeder ist so eloquent wie du. Was können Menschen tun, die sich nicht zutrauen, eigene Inhalte zu erstellen?
Maik Marx: Das Teilen und Kommentieren von Beiträgen anderer ist ein guter Anfang. Du musst nicht gleich eigene Artikel schreiben. Schon durch kluges Kommentieren kannst du zeigen, dass du in deinem Fachgebiet auf dem Laufenden bist.
Lia: Und wie sieht es mit dem Netzwerken aus? Viele finden das ja etwas unangenehm.
Maik Marx: Netzwerken wird oft missverstanden. Es geht nicht darum, wahllos Kontaktanfragen zu verschicken, sondern echte Beziehungen aufzubauen. Beginne mit Menschen, die du bereits kennst. Kollegen, ehemalige Kommilitonen, Freunde. Und wenn du neue Kontakte knüppst, schreibe immer eine persönliche Nachricht dazu.
Lia: Das ist ein guter Tipp. Ich bekomme so viele unpersönliche Kontaktanfragen, die ich einfach ignoriere.
Maik Marx: Genau. Eine persönliche Note macht den Unterschied. Erwähne, warum du dich verbinden möchtest, vielleicht einen gemeinsamen Kontakt oder ein gemeinsames Interesse.
Lia: Kommen wir mal zu einem anderen Aspekt der digitalen Bewerbung. Wie sieht es denn mit Online-Bewerbungsportalen aus? Die sind ja mittlerweile Standard.
Maik Marx: Richtig. Die meisten größeren Unternehmen nutzen heute Bewerbermanagementsysteme. Das bedeutet, dass deine Bewerbung zunächst von einer Software gesichtet wird, bevor sie überhaupt bei einem Menschen landet.
Lia: Das klingt ein bisschen unpersönlich. Wie kann man dadurch dringen?
Maik Marx: Die Systeme suchen nach Schlüsselwörtern, die zur ausgeschriebenen Stelle passen. Deshalb ist es wichtig, deine Bewerbung an die Stellenanzeige anzupassen und relevante Begriffe zu verwenden, natürlich ohne zu übertreiben oder unehrlich zu sein.
Lia: Also quasi SEO für die eigene Bewerbung?
Maik Marx: Genau so kann man es sehen. Du optimierst deine Bewerbung für die Suchmaschine des Unternehmens.
Lia: Und was ist mit Videobewerbungen? Die werden doch auch immer beliebter, oder?
Maik Marx: Ja, besonders in kreativen Berufen oder im Vertrieb. Eine Videobewerbung gibt dir die Chance, deine Persönlichkeit zu zeigen und dich von der Masse abzuheben.
Lia: Hast du Tipps für eine gelungene Videobewerbung?
Maik Marx: Achte auf gute Beleuchtung und einen ruhigen Hintergrund. Sprich frei, aber übe vorher, was du sagen willst. Und halte es kurz. Zwei bis drei Minuten reichen völlig aus.
Lia: Das sind gute Tipps. Ich glaube, viele unserer Hörerinnen und Hörer haben mittlerweile durch die ganzen Zoom-Meetings in der Corona-Zeit schon Erfahrung mit Videoaufnahmen.
Maik Marx: Stimmt. Die Pandemie hat da definitiv zu einem Digitalisierungsschub geführt. Auch Vorstellungsgespräche finden heute viel häufiger per Video statt.
Lia: Apropos Vorstellungsgespräche. Gibt es da besondere Tipps für die digitale Variante?
Maik Marx: Auf jeden Fall. Teste vorher unbedingt deine Technik. Achte auf einen aufgeräumten Hintergrund und gute Beleuchtung. Zieh dich komplett professionell an. Nicht nur obenrum, du weißt nie, ob du nicht doch einmal aufstehen musst.
Lia: Oh ja, da gab es in der Pandemie einige peinliche Momente bei manchen Leuten.
Maik Marx: Allerdings. Und noch ein wichtiger Tipp, schau in die Kamera. Nicht auf den Bildschirm, wenn du sprichst. Das simuliert Augenkontakt und wirkt viel persönlicher.
Lia: Das ist ein super Tipp. Ich merke immer wieder, wie schwer das ist. Man schaut automatisch auf das Gesicht des Gesprächspartners auf dem Bildschirm.
Maik Marx: Es braucht etwas Übung, aber es macht einen großen Unterschied. Du kannst auch einen Aufkleber neben der Kamera anbringen, um dich daran zu erinnern.
Lia: Maik, du bist einfach eine Fundgrube an praktischen Tipps. Ich bin jedes Mal wieder beeindruckt, wie viel du weißt.
Maik Marx: Ach, das ist lieb von dir, Lia. Ich lerne auch ständig dazu, nicht zuletzt von dir und deiner digitalen Expertise.
Lia: Das ist das Schöne an unserer Zusammenarbeit. Wir ergänzen uns einfach perfekt. Aber zurück zum Thema. Wie sieht es eigentlich mit Online-Reputation aus? Was kann man tun, wenn man im Netz negative Einträge hat?
Maik Marx: Das ist ein wichtiges Thema. Wenn negative Inhalte auftauchen, solltest du versuchen, sie mit positiven Inhalten zu überlagern. Erstelle neue, professionelle Profile und sei aktiv, um diese in den Suchergebnissen nach oben zu bringen.
Lia: Also quasi die negativen Ergebnisse verdrängen?
Maik Marx: Genau. Die meisten Personaler schauen nur die erste Seite der Google-Ergebnisse an. Wenn du es schaffst, diese mit positiven Inhalten zu füllen, ist schon viel gewonnen.
Lia: Und was ist mit Menschen, die bisher gar nicht online aktiv waren? Wie können die schnell eine positive Online-Präsenz aufbauen?
Maik Marx: Beginne mit einem vollständigen LinkedIn- oder Xing-Profil. Das taucht in der Regel schnell in den Suchergebnissen auf. Wenn du eine eigene Domain mit deinem Namen registrierst und eine einfache Website erstellst, hast du noch mehr Kontrolle über deine Online-Präsenz.
Lia: Eine eigene Website. Ist das nicht etwas übertrieben für normale Jobsuchende?
Maik Marx: Nicht unbedingt. Es muss ja keine aufwendige Seite sein. Schon eine einfache Landingpage mit deinem Lebenslauf, einem Foto und vielleicht einem kurzen Blog kann sehr wirkungsvoll sein. Besonders für Freiberufler oder Menschen in kreativen Berufen ist das fast ein Muss.
Lia: Du hast ja auch eine eigene Website, oder Maik?
Maik Marx: Ja, und die hat mir schon viele Klienten gebracht. Ich erinnere mich noch, wie du mir damals geholfen hast, sie einzurichten. Ohne dich hätte ich das nie hinbekommen.
Lia: Ach was? Du hättest es auch alleine geschafft. Aber es hat Spaß gemacht, gemeinsam daran zu arbeiten.
Maik Marx: Definitiv. Und genau das möchte ich auch unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben. Scheut euch nicht, Hilfe anzunehmen. Nicht jeder muss ein Digitalprofi sein. Manchmal kann ein technikaffiner Freund oder ein professioneller Berater den entscheidenden Unterschied machen.
Lia: Sehr guter Punkt. Gibt es eigentlich auch Grenzen? Dinge, die man online besser nicht tun sollte?
Maik Marx: Auf jeden Fall. Vermeide es, über deinen aktuellen Arbeitgeber zu lästern, auch wenn du unzufrieden bist. Sei vorsichtig mit politischen oder religiösen Äußerungen, die polarisieren könnten. Und achte auf die Privatsphäre anderer. Poste keine Fotos von Kollegen ohne deren Einwilligung.
Lia: Und wie sieht es mit der Authentizität aus? Sollte man online immer nur die Schokoladenseite zeigen?
Maik Marx: Das ist eine gute Frage. Ich denke, eine gewisse Authentizität ist wichtig. Niemand erwartet, dass du perfekt bist. Aber es gibt einen Unterschied zwischen authentisch sein und zu viel zu teilen. Beruflich relevante Herausforderungen oder Lernprozesse zu thematisieren, kann sogar positiv sein. Es zeigt, dass du reflektiert bist und dich weiterentwickelst.
Lia: Das finde ich einen wichtigen Punkt. Manchmal wirken diese superpolierten Profile ja fast schon unglaubwürdig.
Maik Marx: Genau, ein bisschen Persönlichkeit darf und sollte durchscheinen. Das macht dich menschlich und sympathisch.
Lia: Ich glaube, wir haben jetzt schon viele wertvolle Tipps gegeben. Gibt es noch etwas, das wir nicht angesprochen haben?
Maik Marx: Ein Aspekt, der mir noch wichtig ist. Die digitale Bewerbung und Online-Präsenz ersetzt nicht die persönlichen Kontakte. Networking im echten Leben ist nach wie vor extrem wertvoll.
Lia: Absolut. Die Kombination macht's. Online-Netzwerke können helfen, Kontakte zu knüpfen, aber die Vertiefung findet oft offline statt.
Maik Marx: Genau so ist es. Nutze digitale Kanäle, um Kontakte zu finden und zu pflegen, aber vergiss nicht, diese Kontakte auch persönlich zu treffen, wenn möglich.
Lia: Ich glaube, das ist ein schönes Schlusswort. Fassen wir nochmal zusammen?
Maik Marx: Gerne. Um deine digitale Bewerbungsstrategie zu optimieren, überprüfe und pflege deine Online-Präsenz regelmäßig.
Lia: Achte besonders auf deine Profile in Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing. Sie sind deine digitale Visitenkarte.
Maik Marx: Passe deine Bewerbungen an Online-Bewerbungssysteme an, indem du relevante Schlüsselwörter verwendest.
Lia: Sei authentisch, aber achte darauf, was du online teilst. Nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt.
Maik Marx: Nutze die Chancen von Videobewerbungen und digitalen Vorstellungsgesprächen, indem du dich gut vorbereitest.
Lia: Und vergiss nicht, die digitale Welt ergänzt die reale, ersetzt sie aber nicht. Persönliche Kontakte bleiben wichtig.
Maik Marx: Genau. Und denk daran, jeder kann eine positive Online-Präsenz aufbauen, unabhängig vom Alter oder der technischen Vorbildung.
Lia: Das war wieder eine super informative Folge. Maik, ich danke dir von Herzen für deine tollen Einblicke und dass du wieder bei uns zu Gast warst. Es ist immer eine Freude, mit dir zu plaudern.
Maik Marx: Danke dir, Lia. Die Freude ist ganz meinerseits. Unsere Gespräche machen mir immer großen Spaß.
Lia: In der nächsten Folge sprechen wir über Umschulung und Weiterbildung mit Förderung. Ein Thema, das vielen unserer Hörerinnen und Hörer neue Perspektiven eröffnen kann. Maik wird natürlich wieder als Experte dabei sein.
Maik Marx: Ich freue mich schon darauf. Das ist ein Thema, bei dem es viel zu entdecken gibt.
Lia: Bis dahin wünschen wir euch viel Erfolg bei euren Bewerbungen und beim Aufbau eurer digitalen Präsenz.
Maik Marx: Und denkt daran, im digitalen Zeitalter ist eure Online-Präsenz oft der erste Eindruck, den ihr hinterlasst. Gestaltet ihn bewusst.
Lia: Tschüss und bis zum nächsten Mal bei plangenial.de Der Bewerbungs- und Karriere-Podcast
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