3 Umgang mit Lücken im Lebenslauf

Shownotes

In dieser Episode widmen wir uns einem Thema, das viele Menschen bei der Jobsuche beschäftigt: Wie geht man mit Lücken im Lebenslauf um? Ich bin Lia, eure Moderatorin, und es freut mich, erneut Mike, unseren Karriere-Experten, im Studio willkommen zu heißen. Gemeinsam erkunden wir die verschiedenen Ursachen für solche Lücken und diskutieren, welche Strategien helfen können, diese wirkungsvoll zu kommunizieren.

Mike teilt sein Wissen über die unterschiedlichen Gründe für Lücken im Lebenslauf, sei es aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit, oder auch durch persönliche Entscheidungen wie Elternzeit oder Weltreisen. Angesprochen wird auch die allgemeine Skepsis von Arbeitgebern, die häufig mit Unsicherheiten und Vorurteilen verbunden ist. Es ist wichtig zu verstehen, dass es nicht unbedingt die Lücke selbst ist, die bewertet wird, sondern die daraus resultierende Unsicherheit über die Skills und die Motivation des Bewerbers.

📝 Lust auf mehr? Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Blogbeitrag mit allen Strategien, Beispielen und Checklisten zum Nachlesen.

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In dieser Folge erfährst du

  • Wie Personaler Lücken im Lebenslauf bewerten und worauf sie achten
  • Strategien zur positiven Darstellung verschiedener Arten von Lücken
  • Konkrete Formulierungsbeispiele für Lebenslauf und Vorstellungsgespräch
  • Wie du das Gespräch von deinen Lücken weg auf deine Qualifikationen lenkst
  • Branchenunterschiede und zukünftige Entwicklungen in der Arbeitswelt

Lia und Maik klatschen sich im Büro freudig ab (High-Five)
Lia und Maik klatschen sich im Büro freudig ab (High-Five) – plangenial.de

Wir ermutigen unsere Hörer, ihre Lücken nicht zu verstecken oder durch Tricks zu kaschieren, sondern sie offen und ehrlich in ihr Bewerbungsgespräch einzubringen. Mike betont, dass es entscheidend ist, diese Zeit positiv darzustellen und auf die Lernerfahrungen hinzuweisen, die in dieser Phase gemacht wurden. Ob es sich um die Aneignung neuer Fähigkeiten oder um persönliche Weiterentwicklung handelt, jede Erfahrung bringt wertvolle Kompetenzen mit sich, die für zukünftige Arbeitgeber von Interesse sein können.

Kapitel der Folge

  • 00:08 – Willkommen im Karriere-Podcast
  • 00:40 – Umgang mit Lücken im Lebenslauf
  • 03:00 – Strategien zur positiven Darstellung
  • 05:00 – Bedeutung von Soft Skills
  • 07:53 – Vorstellungsgespräch: Lücken ansprechen
  • 11:01 – Herausforderungen für ältere Arbeitnehmer
  • 12:00 – Branchen und deren Sichtweisen
  • 12:55 – Zukunft der Lebensläufe
  • 13:38 – Wichtige Botschaft zum Abschluss
  • 13:55 – Zusammenfassung der Tipps


Lia und Maik lachen entspannt bei einer Kaffeepause – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de

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Schlusswort von Maik Marx

Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.

Übrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – für dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.

Wenn dich das Thema Umgang mit Lücken im Lebenslauf gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Unterschrift Maik Marx
Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin

plangenial auf Social Media

Transkript anzeigen

Lia: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Plangenial.de, der Bewerbungs- und Karriere-Podcast. Ich bin Lia, eure Moderatorin, und freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute begrüße ich erneut unseren Experten Maik als Gast im Studio.

Maik Marx: Hallo zusammen, schön wieder dabei zu sein.

Lia: In unserer letzten Folge haben wir darüber gesprochen, wie man seine Stärken erkennt und im Bewerbungsgespräch überzeugend präsentiert. Heute widmen wir uns einem Thema, das viele unserer Hörerinnen und Hörer betrifft. Wie geht man mit Lücken im Lebenslauf um? Maik, du berätst ja viele Menschen in genau dieser Situation.

Maik Marx: Das stimmt, Lia. Lücken im Lebenslauf können verschiedene Gründe haben. Arbeitslosigkeit, Krankheit, Elternzeit, Weltreise oder Umorientierung. Und viele Menschen haben Angst, dass diese Lücken ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt schmälern.

Lia: Ich kann das gut nachvollziehen. Ich erinnere mich noch, wie nervös ich war, als ich nach meiner einjährigen Auszeit, in der ich durch Südostasien gereist bin, wieder ins Berufsleben einsteigen wollte. Ich dachte, oh Gott, jetzt denken alle, ich bin faul oder unzuverlässig.

Maik Marx: Und genau diese Sorge haben viele, aber ich kann euch beruhigen. Mit der richtigen Strategie müssen Lücken im Lebenslauf kein Hindernis sein. Im Gegenteil, manchmal können sie sogar zu einem Pluspunkt werden.

Lia: Das klingt ja fast zu schön, um wahr zu sein. Lass uns direkt einsteigen. Was sind denn die häufigsten Gründe für Lücken im Lebenslauf?

Maik Marx: Die klassische Lücke entsteht natürlich durch Arbeitslosigkeit. Sei es nach einer Kündigung, nach dem Studium oder nach einer längeren Krankheit. Aber es gibt auch andere Gründe. Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Weltreisen, Sabbaticals, Umorientierungsphasen oder Weiterbildungen, die nicht zu einem formalen Abschluss führen.

Lia: Und all diese Lücken werden von Arbeitgebern kritisch gesehen?

Maik Marx: Das kommt darauf an. Manche Lücken sind gesellschaftlich akzeptierter als andere. Eine Elternzeit wird heute kaum noch negativ bewertet. Bei längerer Arbeitslosigkeit sind viele Personaler hingegen immer noch skeptisch. Auch wenn sich das langsam ändert.

Lia: Aber warum eigentlich? Was befürchten Arbeitgeber bei Lücken im Lebenslauf?

Maik Marx: Sie fragen sich, hat die Person ihre Fachkenntnisse noch? Ist sie noch motiviert? Hat sie den Anschluss verpasst? Oder gibt es vielleicht einen problematischen Grund, den sie verschweigt?

Lia: Also geht es vor allem um Unsicherheit und Vorurteile?

Maik Marx: Genau. Und deshalb ist es so wichtig, diese Unsicherheit durch Transparenz und positive Darstellung zu beseitigen.

Lia: Okay, dann lass uns über Strategien sprechen. Was ist der erste Schritt, wenn ich Lücken in meinem Lebenslauf habe?

Maik Marx: Der erste und wichtigste Schritt ist, steh zu deinen Lücken. Versuche nicht, sie zu verstecken oder zu verschleiern. Das fällt früher oder später auf und schadet deiner Glaubwürdigkeit.

Lia: Also keine kreativen Tricks mit den Jahreszahlen oder so?

Maik Marx: Bitte nicht. Manche Bewerber geben nur die Jahre an, nicht die Monate, um kleine Lücken zu kaschieren. Oder sie dehnen Beschäftigungszeiten. Das mag im ersten Moment clever erscheinen, aber spätestens im Vorstellungsgespräch kommen solche Tricks meist ans Licht.

Lia: Und dann steht man als Lügner da. Keine gute Ausgangsbasis für ein Arbeitsverhältnis.

Maik Marx: Absolut nicht. Ehrlichkeit ist hier der beste Weg. Aber, und das ist wichtig, du kannst und solltest deine Lücken positiv darstellen.

Lia: Wie macht man das konkret? Kannst du unseren Hörerinnen und Hörern ein paar Tipps geben?

Maik Marx: Indem du zeigst, was du in dieser Zeit gelernt oder erlebt hast. Jede Erfahrung, auch schwierige, kann wertvoll sein und dich als Person weiterentwickeln.

Lia: Kannst du ein Beispiel geben?

Maik Marx: Nehmen wir an, du warst ein Jahr arbeitslos. Statt dies einfach als Lücke stehen zu lassen, könntest du schreiben, berufliche Neuorientierung und gezielte Weiterbildung und dann aufführen, was du in dieser Zeit gemacht hast. Online-Kurse, Fachliteratur, ehrenamtliches Engagement, Projekte auf eigene Initiative.

Lia: Aber was, wenn man in der Zeit wirklich nicht viel gemacht hat, außer Bewerbungen zu schreiben?

Maik Marx: Auch Bewerbungsphasen kann man positiv formulieren, etwa als intensive Auseinandersetzung mit dem Arbeitsmarkt und gezieltes Bewerbertraining. Und selbst wenn du nur Bewerbungen geschrieben hast, hast du vermutlich trotzdem etwas gelernt. Über dich selbst, über den Arbeitsmarkt, über verschiedene Unternehmen.

Lia: Das stimmt. Ich habe während meiner Reise durch Asien zum Beispiel nicht nur am Strand gelegen, sondern auch viel über andere Kulturen gelernt. meine Englischkenntnisse verbessert und gelernt, mich in fremden Umgebungen zurechtzufinden.

Maik Marx: Genau, und diese Soft Skills, interkulturelle Kompetenz, Sprachkenntnisse, Anpassungsfähigkeit sind für viele Arbeitgeber wertvoll. Es geht darum, die Perspektive zu wechseln, von der Lücke zur Erfahrung.

Lia: Okay, das klingt einleuchtend für den Lebenslauf. Aber was ist mit dem Vorstellungsgespräch? Da wird man doch sicher auf die Lücken angesprochen?

Maik Marx: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ja. Und hier gilt dasselbe Prinzip. Sei ehrlich, aber positiv. Bereite eine kurze sachliche Erklärung vor, ohne dich zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.

Lia: Wie könnte so eine Erklärung aussehen?

Maik Marx: Zum Beispiel, nach der Schließung meiner Abteilung war ich acht Monate auf Jobsuche. In dieser Zeit habe ich einen Excel-Kurs absolviert und mich ehrenamtlich bei der Tafel engagiert, wo ich die Logistik der Lebensmittelverteilung mitorganisiert habe. Diese Erfahrungen haben meine organisatorischen Fähigkeiten gestärkt und mir gezeigt, wie wichtig mir strukturierte Abläufe sind. Eine Kompetenz, die ich auch in dieser Position einbringen möchte.

Lia: Das klingt überzeugend. Du hast die Lücke erklärt, was du in der Zeit gemacht hast und sogar eine Brücke zur ausgeschriebenen Stelle geschlagen.

Maik Marx: Genau darum geht es. Und wichtig ist auch, bleib bei der Erklärung sachlich und kompakt. Schweife nicht aus, werde nicht emotional und vermeide negative Aussagen über frühere Arbeitgeber.

Lia: Was meinst du mit nicht emotional werden?

Maik Marx: Manchmal neigen Bewerber dazu, sehr ausführlich über schwierige Lebensphasen zu sprechen, etwa eine Depression oder einen Konflikt am Arbeitsplatz. Das Vorstellungsgespräch ist aber nicht der richtige Ort für therapeutische Gespräche oder emotionale Ausbrüche.

Lia: Verstehe. Also lieber knapp und professionell bleiben.

Maik Marx: Genau. Und noch ein wichtiger Punkt. Lenke das Gespräch nach deiner Erklärung wieder auf deine Qualifikationen und deine Motivation für die ausgeschriebene Stelle. Du könntest zum Beispiel sagen, diese Erfahrungen haben mich in meinem Wunsch bestärkt, wieder in einem strukturierten Umfeld zu arbeiten und ich bin überzeugt, dass meine Fähigkeiten im Projektmanagement für ihr Unternehmen wertvoll sein können.

Lia: Das ist ein guter Tipp. So bleibt die Lücke nicht das Hauptthema des Gesprächs.

Maik Marx: Richtig, denn letztlich geht es im Bewerbungsprozess nicht um deine Vergangenheit, sondern um deine Zukunft, was du dem Unternehmen bieten kannst.

Lia: Gibt es eigentlich Unterschiede, wie man mit verschiedenen Arten von Lücken umgehen sollte? Ist eine Elternzeit anders zu erklären als eine Arbeitslosigkeit?

Maik Marx: Definitiv. Bei einer Elternzeit reicht oft eine kurze Erwähnung, da sie gesellschaftlich akzeptiert ist. Bei einer Arbeitslosigkeit solltest du, wie besprochen, auf deine Aktivitäten in dieser Zeit eingehen. Bei einer Krankheit hast du das Recht, nicht ins Detail zu gehen. Hier reicht es zu sagen, dass gesundheitliche Gründe vorlagen, diese aber inzwischen überwunden sind.

Lia: Und was ist mit einer Kündigung? Das ist ja oft ein heikles Thema.

Maik Marx: Bei einer Kündigung ist es wichtig, nicht in Selbstmitleid oder Schuldzuweisungen zu verfallen. Formuliere neutral, das Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen beendet oder nach der Umstrukturierung der Abteilung haben wir uns getrennt. und dann schnell den Fokus auf die Zukunft lenken.

Lia: Ich habe gehört, dass manche Personaler besonders kritisch sind, wenn jemand mehrere kurze Beschäftigungen und dazwischen immer wieder Lücken hat. Stimmt das?

Maik Marx: Ja, das kann ein Warnsignal sein. Personaler fragen sich dann, ist die Person unzuverlässig? Hat sie Schwierigkeiten, sich zu integrieren? Hier ist es besonders wichtig, eine plausible Erklärung zu haben. Etwa, dass du verschiedene Bereiche kennenlernen wolltest oder dass es sich um befristete Projektstellen handelte.

Lia: Und was ist mit freiwilligen Auszeiten, wie meiner Reise durch Asien?

Maik Marx: Solche Auszeiten werden heute viel positiver gesehen als früher, besonders in kreativen Branchen oder internationalen Unternehmen. Betone, was du aus dieser Erfahrung mitgenommen hast. Interkulturelle Kompetenz, Sprachkenntnisse, Flexibilität, Organisationstalent.

Lia: Gibt es eigentlich auch positive Lücken? Also Zeiten ohne klassische Beschäftigung, die Arbeitgeber trotzdem gut finden?

Maik Marx: Absolut. Weiterbildungen sind ein klassisches Beispiel, aber auch ehrenamtliches Engagement, eigene Projekte oder die Gründung eines Start-ups, selbst wenn es nicht erfolgreich war, können sehr positiv wirken, weil sie Eigeninitiative und Lernbereitschaft zeigen.

Lia: Das ist interessant. Also könnte man theoretisch sogar eine bewusste Auszeit nehmen, um sich weiterzubilden oder ein eigenes Projekt zu starten, ohne dass das der Karriere schadet?

Maik Marx: In vielen Fällen ja. Besonders, wenn du diese Zeit sinnvoll nutzt und das auch kommunizieren kannst. Die Arbeitswelt wird flexibler und lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Viele Unternehmen schätzen Bewerber, die sich aktiv weiterentwickeln.

Lia: Das ist ermutigend. Aber was ist mit älteren Arbeitnehmern, die vielleicht schon länger arbeitslos sind? Für sie ist es doch besonders schwer, oder?

Maik Marx: Das stimmt leider. Ältere Arbeitslose haben es oft schwerer, wieder eingestellt zu werden. Hier ist es besonders wichtig, aktiv zu bleiben und die eigenen Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten. Durch Weiterbildungen, ehrenamtliches Engagement oder Projektarbeit.

Lia: Und was ist mit dem AVGS-Gutschein, über den wir in der ersten Folge gesprochen haben? Kann der hier helfen?

Maik Marx: Auf jeden Fall. Mit einem AVGS kannst du an Coachings teilnehmen, die dir helfen, deine Lücken positiv darzustellen und dich optimal auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Manche Anbieter haben sogar spezielle Programme für ältere Arbeitnehmer oder Langzeitarbeitslose.

Lia: Super, dass wir diese Verbindung zur ersten Folge herstellen können. Gibt es eigentlich auch Branchen, die besonders kritisch bei Lücken im Lebenslauf sind?

Maik Marx: Ja, tendenziell sind konservative Branchen wie Banken, Versicherungen oder der öffentliche Dienst etwas kritischer. Kreative Bereiche, Start-ups oder internationale Unternehmen sind oft offener. Aber das sind nur Tendenzen. Es kommt immer auf das einzelne Unternehmen und die Person an, die deine Bewerbung liest.

Lia: Und wie sieht es mit der Zukunft aus? Werden Lücken im Lebenslauf irgendwann ganz normal sein?

Maik Marx: Die Arbeitswelt verändert sich tatsächlich. Lebensläufe werden immer individueller und Patchwork-Karrieren mit verschiedenen Stationen und auch Auszeiten werden häufiger. Viele Unternehmen erkennen auch, dass Mitarbeiter mit vielfältigen Erfahrungen wertvolle Perspektiven mitbringen.

Lia: Das klingt nach einer positiven Entwicklung.

Maik Marx: Ja, aber wir sind noch nicht am Ziel. Es gibt immer noch viele Vorurteile, besonders gegenüber Langzeitarbeitslosen. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder Einzelne lernt, seine Geschichte positiv zu erzählen und ereilen.

Lia: Hast du noch einen letzten Tipp für unsere Hörerinnen und Hörer, die mit Lücken im Lebenslauf kämpfen?

Maik Marx: Mein wichtigster Tipp, arbeite an deinem Selbstbewusstsein. Viele Menschen mit Lücken im Lebenslauf gehen mit einer entschuldigenden Haltung in Bewerbungsgespräche. Aber wenn du selbst nicht an dich glaubst, warum sollte es der Arbeitgeber tun?

Lia: Sehr gut gesagt. Selbstbewusstsein ist wirklich der Schlüssel.

Maik Marx: Und denkt daran, jeder Mensch ist mehr als sein Lebenslauf. Eure Persönlichkeit, eure Motivation, eure Lernbereitschaft, all das zählt mindestens genauso viel wie lückenlose Beschäftigungszeiten.

Lia: Ich glaube, das ist eine wichtige Botschaft zum Abschluss. Fassen wir nochmal zusammen?

Maik Marx: Gerne, um mit Lücken im Lebenslauf umzugehen. Steh zu deinen Lücken, aber stelle sie positiv dar.

Lia: Zeige, was du in dieser Zeit gelernt oder erlebt hast. Jede Erfahrung kann wertvoll sein.

Maik Marx: Im Vorstellungsgespräch sei ehrlich, aber bleib sachlich und kompakt. Vermeide emotionale Ausbrüche oder Schuldzuweisungen.

Lia: Lenke das Gespräch nach Deiner Erklärung wieder auf Deine Qualifikation und Deine Motivation für die Stelle.

Maik Marx: Nutze Weiterbildungen, ehrenamtliches Engagement oder eigene Projekte, um Lücken sinnvoll zu füllen und zu erklären.

Lia: Und vor allem, arbeite an Deinem Selbstbewusstsein. Wenn Du an Dich glaubst, werden andere es auch tun.

Maik Marx: Genau. Und denkt daran, die Arbeitswelt verändert sich. Individuelle Lebensläufe mit verschiedenen Stationen und auch Auszeiten werden immer normaler.

Lia: Das war wieder eine super informative Folge. Danke, Maik, für deine Expertise und dass du heute bei uns zu Gast warst.

Maik Marx: Gerne, Lia. Ich hoffe, eure Hörerinnen und Hörer können diese Tipps gut umsetzen.

Lia: In der nächsten Folge sprechen wir über digitale Bewerbungsstrategien und Online-Präsenz. Ein Thema, das in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Maik wird wieder als Experte dabei sein.

Maik Marx: Ein sehr spannendes Thema. Ich freue mich schon darauf, wieder zu Gast zu sein.

Lia: Bis dahin wünschen wir euch viel Erfolg bei euren Bewerbungen.

Maik Marx: Und lasst euch nicht entmutigen. Jeder Lebenslauf hat seine eigene Geschichte und das ist gut so.

Lia: Tschüss und bis zum nächsten Mal bei plangenial.de, der Bewerbungs- und Karrierepodcast.

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