25 Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz – Burnout-Anzeichen erkennen und sich schützen
Shownotes
Deine Gesundheit zählt! In dieser essentiellen Folge von "Plan Genial.de" sprechen Lia und Maik Marx über mentale Gesundheit am Arbeitsplatz. Erfahre, warum psychische Belastungen zunehmen und wie du Burnout-Anzeichen frühzeitig erkennst. Lerne, wie du dich schützt und was du tun kannst, wenn die Belastung zu groß wird.
Entdecke die Warnsignale von Burnout: Von chronischer Erschöpfung über emotionale Distanzierung bis zu verminderter Leistungsfähigkeit. Maik erklärt die Hauptursachen für psychische Belastungen – Überlastung, mangelnde Wertschätzung, Konflikte, fehlende Kontrolle. Erhalte konkrete Strategien: Grenzen setzen, Pausen einlegen, Stressmanagement, Selbstfürsorge und wann professionelle Hilfe nötig ist.
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- Warum mentale Gesundheit am Arbeitsplatz für deine Karriere und Leistungsfähigkeit entscheidend ist
- Welche drei Kernsymptome laut WHO einen Burnout kennzeichnen und wie er entsteht
- An welchen körperlichen und emotionalen Warnsignalen du ein drohendes Burnout frühzeitig erkennst
- Wie du durch klare Kommunikation und Zeitmanagement gesunde Grenzen am Arbeitsplatz setzt
- Welche Rolle dein Arbeitgeber bei der mentalen Gesundheit spielt und welche Fürsorgepflicht besteht
- Warum regelmäßige Pausen und das Recht auf Nichterreichbarkeit deine Produktivität nachhaltig steigern

Lia und Maik blicken mit Kaffee aus dem Fenster über die Stadt – plangenial.de
Erfahre, welche Rolle der Arbeitgeber spielt und was betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet. Lerne, wie du mit toxischen Kollegen umgehst, wie wichtig soziale Unterstützung ist und wie Home Office die mentale Gesundheit beeinflusst. Auch Themen wie Perfektionismus, Recht auf Nichterreichbarkeit und Selbstfürsorge-Strategien werden behandelt.
Kapitel der Folge
- 00:10 – Einführung in mentale Gesundheit
- 00:49 – Ursachen psychischer Belastungen
- 02:50 – Was ist Burnout?
- 05:16 – Grenzen setzen am Arbeitsplatz
- 06:19 – Bedeutung von Pausen
- 07:34 – Stressbewältigungsstrategien
- 09:11 – Verantwortung des Arbeitgebers
- 10:47 – Soziale Unterstützung im Team
- 11:20 – Homeoffice und mentale Gesundheit
- 12:25 – Umgang mit toxischen Kollegen
- 12:56 – Selbstfürsorge im Alltag
- 14:40 – Professionelle Hilfe suchen
- 15:05 – Erholungsdauer nach Burnout
- 15:31 – Abschließende Tipps zur mentalen Gesundheit
Lia und Maik stoßen mit Kaffeetassen an – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de
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Schlusswort von Maik Marx
Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.
Übrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – für dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.
Wenn dich das Thema Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin
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Transkript anzeigen
Lia: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Plan Genial.de", dem Podcast, der euch fit für eure Karriere macht. Ich bin Lia, und ich freue mich sehr, dass ihr wieder dabei seid. Mit mir ist heute wieder Maik Marx, unser Experte für alle Karriere- und Bewerbungsfragen. Maik, du bist ein wahrer Schatz. Dein Wissen hilft so vielen Menschen.
Maik Marx: Hallo Lia, das freut mich zu hören. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen.
Lia: In unserer letzten Folge haben wir über Gehaltsverhandlungen nach der Probezeit gesprochen. Heute widmen wir uns einem Thema, das leider immer wichtiger wird: Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz. Maik, warum ist dieses Thema so relevant?
Maik Marx: Weil psychische Belastungen am Arbeitsplatz dramatisch zunehmen, Lia. Laut WHO sind Depressionen und Angststörungen weltweit führende Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. In Deutschland sind psychische Erkrankungen mittlerweile der zweithäufigste Grund für Krankschreibungen. Burnout, Stress, Überlastung – das sind keine Einzelfälle mehr, sondern ein gesellschaftliches Problem. Und der Arbeitsplatz spielt dabei eine zentrale Rolle.
Lia: Das klingt alarmierend. Was genau versteht man denn unter mentaler Gesundheit?
Maik Marx: Mentale oder psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem man seine eigenen Fähigkeiten ausschöpfen kann, mit normalem Lebensstress umgehen kann, produktiv arbeiten kann und einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann. Es geht nicht nur um die Abwesenheit von Krankheit, sondern um positives Wohlbefinden. Am Arbeitsplatz bedeutet das: Man fühlt sich wertgeschätzt, hat ein gutes Verhältnis zu Kollegen, kann seine Arbeit bewältigen und findet Sinn in dem, was man tut.
Lia: Was sind denn die Hauptursachen für psychische Belastungen am Arbeitsplatz?
Maik Marx: Es gibt viele Faktoren. Erstens: Überlastung und Zeitdruck. Wenn man ständig mehr Arbeit hat, als man bewältigen kann, führt das zu chronischem Stress. Zweitens: Mangelnde Wertschätzung. Wenn Leistung nicht anerkannt wird, fühlt man sich unsichtbar. Drittens: Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten. Ein toxisches Arbeitsklima ist Gift für die Psyche. Viertens: Fehlende Kontrolle. Wenn man keine Entscheidungsfreiheit hat und nur Befehle ausführt, führt das zu Frustration. Fünftens: Unsichere Arbeitsverhältnisse. Die Angst vor Jobverlust ist eine enorme Belastung.
Lia: Lass uns über Burnout sprechen. Was genau ist ein Burnout?
Maik Marx: Burnout ist ein Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung durch chronischen Stress. Es entwickelt sich schleichend über Monate oder Jahre. Die WHO definiert Burnout als arbeitsbedingtes Syndrom mit drei Kernsymptomen: Erstens, Erschöpfung – man fühlt sich ausgelaugt und kraftlos. Zweitens, Distanzierung vom Job – man wird zynisch und gleichgültig gegenüber der Arbeit. Drittens, verminderte Leistungsfähigkeit – man schafft nicht mehr, was man früher geschafft hat.
Lia: Wie erkennt man denn die ersten Anzeichen eines Burnouts?
Maik Marx: Die Warnsignale sind vielfältig. Körperlich: chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, häufige Infekte. Emotional: Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Gefühl der Leere, Hoffnungslosigkeit, Angst. Verhalten: sozialer Rückzug, Vernachlässigung von Hobbys, erhöhter Konsum von Alkohol oder Medikamenten, Prokrastination. Kognitiv: Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, Entscheidungsschwierigkeiten. Wenn mehrere dieser Symptome über Wochen anhalten, sollte man aufmerksam werden.
Lia: Viele Menschen ignorieren diese Warnsignale. Warum?
Maik Marx: Aus verschiedenen Gründen. Manche denken, sie müssen durchhalten und stark sein. Andere haben Angst, als schwach zu gelten. Wieder andere merken es selbst nicht, weil es schleichend kommt. Und viele hoffen, dass es von alleine besser wird. Aber Burnout heilt nicht von selbst – im Gegenteil, es wird schlimmer, wenn man nichts unternimmt.
Lia: Was sollte man tun, wenn man erste Anzeichen bei sich bemerkt?
Maik Marx: Zunächst sollte man die Signale ernst nehmen und nicht ignorieren. Dann sollte man mit jemandem darüber sprechen – einem Freund, Partner, Therapeuten. Auch der Hausarzt ist ein guter Ansprechpartner. Man sollte analysieren: Was genau belastet mich? Ist es die Arbeitsmenge, der Chef, die Kollegen, fehlende Pausen? Dann sollte man konkrete Veränderungen vornehmen: Grenzen setzen, Nein sagen lernen, Pausen einlegen, Hilfe suchen.
Lia: Wie setzt man denn Grenzen am Arbeitsplatz?
Maik Marx: Indem man klar kommuniziert, was man leisten kann und was nicht. Wenn der Chef eine zusätzliche Aufgabe gibt, kann man sagen: „Ich habe aktuell Projekt A, B und C. Wenn ich diese neue Aufgabe übernehme, muss ich etwas anderes zurückstellen. Was hat Priorität?" Man sollte auch Arbeitszeiten einhalten und nicht ständig Überstunden machen. E-Mails nach Feierabend müssen nicht sofort beantwortet werden. Es ist wichtig, eine Trennung zwischen Arbeit und Privatleben zu schaffen.
Lia: Was ist mit dem Recht auf Nichterreichbarkeit?
Maik Marx: Das ist ein wichtiges Thema. In einigen Ländern gibt es bereits gesetzliche Regelungen, dass Arbeitnehmer außerhalb der Arbeitszeit nicht erreichbar sein müssen. In Deutschland ist das noch nicht gesetzlich verankert, aber viele Unternehmen haben Betriebsvereinbarungen dazu. Man sollte sein Recht nutzen, nach Feierabend abzuschalten – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Handy kann aus sein, E-Mails können warten.
Lia: Wie wichtig sind Pausen während des Arbeitstages?
Maik Marx: Extrem wichtig. Unser Gehirn kann nicht acht Stunden durcharbeiten ohne Leistungseinbußen. Studien zeigen, dass regelmäßige kurze Pausen die Produktivität steigern. Die Mittagspause sollte man wirklich als Pause nutzen – nicht am Schreibtisch essen und weiterarbeiten. Auch kurze Pausen alle 90 Minuten helfen: aufstehen, sich strecken, kurz an die frische Luft gehen. Das regeneriert Körper und Geist.
Lia: Was kann man tun, um Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren?
Maik Marx: Es gibt viele Strategien. Erstens: Zeitmanagement. Prioritäten setzen, To-Do-Listen führen, realistische Ziele setzen. Zweitens: Achtsamkeit und Entspannungstechniken. Meditation, Atemübungen, progressive Muskelentspannung. Drittens: Bewegung. Sport ist ein hervorragender Stressabbau. Viertens: Soziale Kontakte pflegen. Mit Kollegen reden, sich austauschen, gemeinsam Mittag essen. Fünftens: Hobbys und Ausgleich. Etwas tun, das Freude macht und nichts mit Arbeit zu tun hat.
Lia: Wie erkennt man denn, ob der Stress noch normal ist oder schon krankhaft?
Maik Marx: Normaler Stress ist kurzfristig und lässt nach, wenn die Belastung vorbei ist. Man fühlt sich danach erholt. Krankhafter Stress ist chronisch und hört nicht auf. Man fühlt sich auch nach dem Wochenende oder Urlaub nicht erholt. Wenn Stress zu körperlichen Symptomen führt, die nicht weggehen, oder wenn man das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren, ist es Zeit, professionelle Hilfe zu suchen.
Lia: Welche Rolle spielt der Arbeitgeber bei der mentalen Gesundheit?
Maik Marx: Eine sehr große Rolle. Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht und müssen für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen sorgen – auch psychisch. Das bedeutet: realistische Arbeitsbelastung, klare Kommunikation, Wertschätzung, Konfliktlösung, Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten, Gesundheitsförderung. Leider nehmen nicht alle Arbeitgeber diese Verantwortung ernst. Aber es gibt auch viele positive Beispiele mit betrieblichem Gesundheitsmanagement.
Lia: Was ist betriebliches Gesundheitsmanagement?
Maik Marx: Das sind systematische Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz. Dazu gehören: Ergonomische Arbeitsplätze, Sportangebote, Gesundheitschecks, Stressmanagement-Kurse, psychologische Beratung, Führungskräfte-Schulungen zum Thema mentale Gesundheit. Gute Unternehmen investieren in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter, weil sie wissen: Gesunde Mitarbeiter sind produktiver, motivierter und fehlen seltener.
Lia: Was kann man tun, wenn der Arbeitgeber nichts für mentale Gesundheit tut?
Maik Marx: Dann muss man selbst aktiv werden. Man kann das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und Verbesserungen vorschlagen. Man kann sich mit Kollegen zusammentun und gemeinsam Forderungen stellen. Man kann den Betriebsrat einschalten, falls vorhanden. Und wenn sich nichts ändert und die Belastung zu groß wird, sollte man ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenken. Keine Arbeit ist es wert, die eigene Gesundheit zu ruinieren.
Lia: Wie spricht man denn mit dem Chef über psychische Belastungen?
Maik Marx: Das erfordert Mut, aber es ist wichtig. Man sollte das Gespräch gut vorbereiten: konkrete Beispiele sammeln, Lösungsvorschläge überlegen. Man sollte sachlich bleiben und nicht emotional werden. Man kann sagen: „Ich möchte mit Ihnen über meine Arbeitsbelastung sprechen. Ich habe aktuell diese und jene Aufgaben und fühle mich überlastet. Können wir gemeinsam schauen, wie wir das besser strukturieren können?" Wichtig ist, nicht zu klagen, sondern Lösungen anzubieten.
Lia: Was, wenn der Chef kein Verständnis zeigt?
Maik Marx: Dann sollte man andere Wege suchen. Betriebsarzt, Betriebsrat, Personalabteilung, externe Beratungsstellen. In Deutschland gibt es auch die Möglichkeit, sich an die Berufsgenossenschaft zu wenden, wenn man der Meinung ist, dass der Arbeitsplatz gesundheitsschädlich ist. Und wie gesagt: Wenn sich nichts ändert, ist ein Jobwechsel manchmal die einzige Lösung.
Lia: Wie wichtig ist soziale Unterstützung am Arbeitsplatz?
Maik Marx: Sehr wichtig. Gute Beziehungen zu Kollegen sind ein Schutzfaktor gegen Stress. Wenn man sich im Team wohlfühlt, Unterstützung bekommt und auch mal über Probleme sprechen kann, puffert das Stress ab. Umgekehrt sind Mobbing, Konflikte und soziale Isolation enorme Belastungen. Man sollte aktiv gute Beziehungen pflegen: freundlich sein, helfen, zuhören, gemeinsam Pausen machen.
Lia: Was ist mit Home Office? Ist das gut oder schlecht für die mentale Gesundheit?
Maik Marx: Das ist zweischneidig. Home Office kann gut sein: keine Pendelzeit, flexible Zeiten, Ruhe zum Arbeiten. Aber es kann auch schlecht sein: Isolation, Vermischung von Arbeit und Privatleben, ständige Erreichbarkeit, fehlender sozialer Kontakt. Wichtig ist, auch im Home Office Strukturen zu schaffen: feste Arbeitszeiten, einen dedizierten Arbeitsplatz, regelmäßige Pausen, virtuellen Austausch mit Kollegen.
Lia: Wie geht man mit toxischen Kollegen oder Chefs um?
Maik Marx: Das ist sehr belastend. Zunächst sollte man versuchen, das Gespräch zu suchen und Konflikte zu klären. Wenn das nicht hilft, sollte man Abstand halten und sich abgrenzen. Man sollte sich nicht auf Machtspiele oder Intrigen einlassen. Wenn es zu Mobbing kommt, sollte man das dokumentieren und Hilfe suchen – Betriebsrat, Personalabteilung, externe Beratung. Niemand muss sich am Arbeitsplatz schikanieren lassen.
Lia: Was ist mit Perfektionismus? Kann der auch zu Burnout führen?
Maik Marx: Absolut. Perfektionismus ist ein großer Risikofaktor. Wenn man immer 150 Prozent geben will, nie zufrieden ist mit der eigenen Leistung, keine Fehler verzeiht, führt das zu enormem Druck. Man sollte lernen, dass gut oft gut genug ist. Nicht alles muss perfekt sein. Fehler sind menschlich und Lernchancen. Man sollte auch lernen, Erfolge anzuerkennen und sich selbst zu loben.
Lia: Wie wichtig ist Selbstfürsorge?
Maik Marx: Extrem wichtig. Selbstfürsorge bedeutet, gut für sich selbst zu sorgen – körperlich, emotional, sozial. Das heißt: ausreichend schlafen, gesund essen, sich bewegen, Hobbys pflegen, soziale Kontakte pflegen, sich Auszeiten nehmen, Nein sagen, Grenzen setzen. Viele Menschen kümmern sich um alle anderen, aber vernachlässigen sich selbst. Das ist auf Dauer nicht durchzuhalten.
Lia: Was sind konkrete Selbstfürsorge-Strategien?
Maik Marx: Regelmäßige Bewegung – mindestens 30 Minuten am Tag. Gesunde Ernährung – nicht nur Fast Food am Schreibtisch. Ausreichend Schlaf – sieben bis acht Stunden. Entspannungstechniken – Meditation, Yoga, Atemübungen. Hobbys – etwas tun, das Freude macht. Soziale Kontakte – Zeit mit Freunden und Familie. Natur – rausgehen, frische Luft, Tageslicht. Digitale Auszeiten – mal das Handy weglegen. Dankbarkeit – bewusst wahrnehmen, was gut läuft.
Lia: Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?
Maik Marx: Wenn die Belastung zu groß wird und man alleine nicht mehr zurechtkommt. Wenn Symptome über Wochen anhalten. Wenn man Suizidgedanken hat. Wenn man zu Alkohol oder Medikamenten greift. Wenn Beziehungen leiden. Wenn man nicht mehr arbeiten kann. Professionelle Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Es zeigt, dass man Verantwortung für sich übernimmt.
Lia: Wo findet man denn Hilfe?
Maik Marx: Beim Hausarzt, bei Psychotherapeuten, in psychosozialen Beratungsstellen, bei der Telefonseelsorge, bei Selbsthilfegruppen. Viele Krankenkassen bieten auch Online-Programme oder Coaching an. Auch der Betriebsarzt kann eine erste Anlaufstelle sein. Wichtig ist, sich zu trauen, Hilfe anzunehmen.
Lia: Wie lange dauert es, bis man sich von einem Burnout erholt?
Maik Marx: Das ist sehr individuell. Manche erholen sich in wenigen Monaten, andere brauchen Jahre. Wichtig ist, dass man nicht zu früh wieder voll einsteigt. Eine schrittweise Wiedereingliederung ist oft sinnvoll. Und man sollte die Ursachen angehen – wenn man in den gleichen Job mit den gleichen Belastungen zurückkehrt, ist ein Rückfall wahrscheinlich.
Lia: Was ist dein wichtigster Tipp für unsere Zuhörer?
Maik Marx: Nehmt eure mentale Gesundheit ernst. Sie ist genauso wichtig wie eure körperliche Gesundheit. Achtet auf Warnsignale und ignoriert sie nicht. Setzt Grenzen, sorgt gut für euch, sucht Unterstützung. Und denkt daran: Ihr seid mehr als eure Arbeit. Eure Gesundheit und euer Wohlbefinden haben Priorität. Kein Job ist es wert, daran kaputtzugehen.
Lia: Das ist ein sehr wichtiger Abschluss. Vielen Dank, Maik, für dieses wichtige Gespräch.
Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Ich hoffe, wir konnten Menschen ermutigen, auf sich zu achten.
Lia: Das hoffe ich auch. Liebe Zuhörer, wenn ihr Unterstützung braucht, findet ihr auf unserer Website Links zu Beratungsstellen.
Maik Marx: In der nächsten Folge sprechen wir über ein Thema, das viele interessiert: Quereinstieg in die IT-Branche. Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Skills braucht man? Seid also unbedingt wieder dabei!
Lia: Bis dahin, bleibt genial und achtet auf euch!
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