20 Digitale Kompetenzen für den Arbeitsmarkt – welche technischen Fähigkeiten heute unverzichtbar sind
Shownotes
Wir beginnen mit den Grundlagen, die für jeden unerlässlich sind. Der sichere Umgang mit gängiger Bürosoftware wird ebenso thematisiert wie die neuen Funktionen in Tools wie Excel, die die Datenanalyse revolutionieren. Der Trend zur Programmierung, insbesondere mit Python, wird hervorgehoben, da grundlegende Programmierkenntnisse in fast allen Berufen an Bedeutung gewinnen. Mike betont die Wichtigkeit, Technologien wie Künstliche Intelligenz zu verstehen und sinnvoll zu nutzen, ohne dass man sich zum IT-Experten entwickeln muss. Wir diskutieren auch, wie KI in Marketing, Kundenservice und anderen Bereichen eingesetzt wird, und entkräften die Bedenken, dass KI Arbeitsplätze ersetzen könnte.
Ein weiterer zentraler Punkt ist das Verständnis von Cybersecurity. Mike macht klar, dass Sicherheit in der digitalen Welt für jeden wichtig ist, da Cyberangriffe zunehmen und oft menschliche Fehler verantwortlich dafür sind. Wir sprechen über die Bedeutung von Datenschutz und der Datenschutz-Grundverordnung, besonders für die, die mit personenbezogenen Daten arbeiten.
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- Warum digitale Kompetenzen in allen Branchen und Berufen unverzichtbar werden
- Die drei Ebenen digitaler Kompetenz: Basis, Fortgeschritten und Expert
- Welche konkreten Skills gefragt sind: KI, Datenanalyse, Cloud, Cybersecurity
- Wie du dir digitale Fähigkeiten aneignest – kostenlos oder AVGS-gefördert
- Tipps für die Bewerbung: Digitale Skills richtig präsentieren und LinkedIn optimieren

Lia und Maik strahlen stolz mit Unterlagen über einen erfolgreichen Abschluss – plangenial.de
Datenanalyse wird als „das neue Gold“ bezeichnet, und wir erklären, wie wichtig es ist, ein gewisses Maß an Datenkenntnissen zu haben. Data Literacy wird als Schlüsselkompetenz betrachtet, die nicht nur technisches Verständnis, sondern auch die Fähigkeit zur Visualisierung und Interpretation von Daten umfasst. Mike gibt praktische Ratschläge zur Aneignung dieser Fähigkeiten, sowohl durch Online-Kurse als auch durch den Zugang zu kostenlosen Ressourcen.
Kapitel der Folge
- 00:07 – Willkommen zu digitalen Kompetenzen
- 01:21 – Digitale Kompetenzen im Wandel
- 02:38 – Wichtige digitale Fähigkeiten
- 05:14 – Künstliche Intelligenz im Beruf
- 07:14 – Bedeutung von Cybersecurity
- 09:18 – Datenanalyse und ihre Relevanz
- 11:36 – Cloud Computing verstehen
- 13:24 – Digitale Zusammenarbeit meistern
- 15:35 – Social Media als Karrierefaktor
- 17:42 – Agile Methoden und deren Bedeutung
- 19:46 – Schlussfolgerungen und Ausblick
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Schlusswort von Maik Marx
Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.
Übrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – für dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.
Wenn dich das Thema Digitale Kompetenzen für den Arbeitsmarkt gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin
plangenial auf Social Media
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00:00:00: Lia: Willkommen zurück bei PlanGenial.de, dem Podcast, der euch fit macht für eure Karriere. Ich bin Lia und ich freue mich sehr, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute an meiner Seite ist wieder unser Experte Maik Marx. Maik, schön, dass du da bist. Dein Wissen ist wie immer unbezahlbar für uns alle.
00:00:26: Maik Marx: Hallo Lia, vielen Dank. Ich freue mich auch wieder hier zu sein und ein spannendes Thema mit euch zu teilen.
00:00:34: Lia: In unserer letzten Folge haben wir über Soft Skills gesprochen, also die sozialen und emotionalen Kompetenzen, die im Beruf so wichtig sind. Heute wollen wir die andere Seite der Medaille beleuchten, die digitalen Kompetenzen. Maik, warum ist dieses Thema gerade jetzt so relevant?
00:00:55: Maik Marx: Weil wir uns mitten in einem fundamentalen Wandel befinden, Lia. Die Digitalisierung verändert nicht nur unser Privatleben, sondern revolutioniert die gesamte Arbeitswelt. Geschäftsprozesse werden digitalisiert, Herstellungsverfahren automatisiert, komplette Geschäftsmodelle neu erfunden. Die Bundesagentur für Arbeit spricht von einem strukturellen Wandel, der alle Branchen betrifft.
00:01:21: Lia: Das klingt nach einer großen Herausforderung. Besonders für Menschen, die schon länger im Beruf sind oder gerade wieder einsteigen wollen.
00:01:30: Maik Marx: Das ist richtig, aber es ist auch eine große Chance. Denn digitale Kompetenzen kann man lernen. In jedem Alter. Man muss kein IT-Experte werden, aber ein gewisses Grundverständnis digitaler Technologien ist heute in fast jedem Beruf unverzichtbar. Von der Pflegekraft, die elektronische Patientenakten nutzt, bis zum Handwerker, der digitale Planungstools einsetzt.
00:01:58: Lia: Lass uns konkret werden. Was sind denn die wichtigsten digitalen Kompetenzen, die heute gefragt sind?
00:02:04: Maik Marx: Ich würde sie in verschiedene Ebenen einteilen. Die Basisebene umfasst grundlegende Fähigkeiten wie den Umgang mit Office-Software, E-Mail-Kommunikation und Internetrecherche. Das sollte heute jeder beherrschen. Dann gibt es die fortgeschrittene Ebene mit Datenanalyse, Cloud-Tools und digitaler Zusammenarbeit. Und schließlich die Experten-Ebene mit Programmierung, KI-Entwicklung und Cyber-Security.
00:02:34: Lia: Fangen wir mit der Basis an. Was gehört da genau dazu?
00:02:39: Maik Marx: Zur Basis gehört der sichere Umgang mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware, also Microsoft Office oder Google Workspace. Viele denken, sie können das, weil sie mal ein Word-Dokument geschrieben haben. Aber wirklich effizient damit zu arbeiten, Formatvorlagen zu nutzen, Serienbriefe zu erstellen oder komplexe Excel-Formeln anzuwenden, das ist schon eine andere Hausnummer.
00:03:07: Lia: Ich gebe zu, auch ich lerne bei Excel immer noch dazu. Es gibt so viele Funktionen, die ich gar nicht kenne.
00:03:14: Maik Marx: Das geht vielen so. Und das Spannende ist, Excel wird gerade noch mächtiger. Microsoft hat kürzlich Python in Excel integriert. Das bedeutet, man kann jetzt Programmiersprachenfunktionen direkt in Excel nutzen, um komplexe Datenanalysen durchzuführen oder Machine Learning Modelle zu erstellen.
00:03:36: Lia: Das klingt sehr technisch. Muss man dafür programmieren können?
00:03:41: Maik Marx: Nicht unbedingt, aber es hilft. Und das führt uns zu einem der wichtigsten Trends. Grundkenntnisse in Programmierung werden immer wertvoller, auch außerhalb klassischer IT-Berufe. Python ist dabei besonders interessant, weil es relativ einfach zu lernen ist und in vielen Bereichen eingesetzt wird. Von Datenanalyse über Automatisierung bis hin zu künstlicher Intelligenz.
00:04:08: Lia: Künstliche Intelligenz. Das ist ja das Thema der Stunde. Wie wichtig ist es, sich damit auszukennen?
00:04:16: Maik Marx: Extrem wichtig und zwar für alle. Man muss nicht verstehen, wie KI technisch funktioniert, aber man sollte verstehen, was KI kann und was nicht, wie man sie sinnvoll einsetzt und wo ihre Grenzen liegen. Tools wie ChatGPT, MidJourney oder andere KI-Anwendungen werden in immer mehr Berufen zum Alltag. Wer sie nutzen kann, hat einen enormen Produktivitätsvorteil.
00:04:44: Lia: Kannst du konkrete Beispiele geben, wie KI im Arbeitsalltag eingesetzt wird?
00:04:49: Maik Marx: Sehr gerne. Im Marketing kann KI beim Texten helfen, Bildmaterial erstellen oder Zielgruppen analysieren. Im Kundenservice gibt es KI-Chatbots, die einfache Anfragen beantworten. In der Buchhaltung kann KI Belege kategorisieren und Unstimmigkeiten erkennen. Im Personalwesen unterstützt KI beim Screening von Bewerbungen. Selbst in kreativen Berufen wird KI zum Brainstorming oder zur Inspiration genutzt.
00:05:21: Lia: Aber ersetzt KI dann nicht die menschlichen Arbeitskräfte?
00:05:24: Maik Marx: Das ist die große Sorge. Aber die Realität ist differenzierter. KI verändert Tätigkeiten, aber sie ersetzt nicht den Menschen. Studien zeigen, dass KI eher zu einer Umorganisation von Aufgaben führt als zu massivem Jobverlust. Wichtig ist, dass man lernt, mit KI zu arbeiten, sie als Werkzeug zu nutzen, nicht als Bedrohung zu sehen. Wer KI-Kompetenzen hat, wird auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein.
00:05:56: Lia: Was bedeutet denn KI-Kompetenz konkret?
00:05:59: Maik Marx: Zunächst einmal das Verständnis, wie man KI-Tools effektiv nutzt. Das nennt man auch Prompt Engineering, also die Fähigkeit, KI die richtigen Fragen zu stellen oder Aufgaben so zu formulieren, dass man gute Ergebnisse bekommt. Dann gehört dazu, KI-generierte Inhalte kritisch zu prüfen, denn KI macht auch Fehler. Und schließlich ein ethisches Bewusstsein. Wann ist KI-Einsatz sinnvoll und wann nicht? Welche Datenschutzaspekte muss ich beachten?
00:06:34: Lia: Datenschutz ist ein gutes Stichwort. Wie wichtig sind Kenntnisse in Cybersecurity?
00:06:39: Maik Marx: Sehr wichtig. Und zwar für jeden, nicht nur für IT-Spezialisten. Cyberangriffe nehmen zu. Und oft sind es menschliche Fehler, die Sicherheitslücken öffnen. Jeder sollte die Grundlagen kennen. Sichere Passwörter erstellen und verwalten. Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen. Phishing-Mails erkennen. Sensible Daten schützen. Auch die DSGVO, die Datenschutz-Grundverordnung, sollte man zumindest in Grundzügen kennen, wenn man mit personenbezogenen Daten arbeitet.
00:07:14: Lia: Das sind viele verschiedene Bereiche. Lass uns über Datenanalyse sprechen. Warum ist das so wichtig geworden?
00:07:23: Maik Marx: Weil Daten das neue Gold sind, wie man so schön sagt. Unternehmen sammeln riesige Mengen an Daten. Aber diese Daten sind nur wertvoll, wenn man sie analysieren und interpretieren kann. Das nennt man auch Data Literacy, die Fähigkeit, mit Daten umzugehen. Das bedeutet nicht, dass jeder zum Data Scientist werden muss, Aber ein Grundverständnis ist extrem wertvoll.
00:07:51: Lia: Was gehört zu dieser Data Literacy?
00:07:54: Maik Marx: Zunächst die Fähigkeit, Daten zu sammeln und zu strukturieren. Dann sie zu analysieren. Zum Beispiel mit Excel, aber auch mit spezialisierteren Tools wie Power BI oder Tableau. Wichtig ist auch, Daten zu visualisieren. Also in Grafiken oder Dashboards darzustellen, die auf einen Blick verständlich sind. und schließlich die Interpretation. Was sagen mir diese Zahlen? Welche Schlüsse kann ich daraus ziehen?
00:08:24: Lia: Braucht man dafür Statistikkenntnisse?
00:08:27: Maik Marx: Grundkenntnisse sind hilfreich, ja. Man muss nicht Statistik studiert haben, aber Konzepte wie Durchschnitt, Median, Korrelation oder Signifikanz sollte man verstehen. Es gibt viele gute Online-Kurse, die das verständlich erklären.
00:08:44: Lia: Apropos Online-Kurse. Wie kann man sich diese digitalen Kompetenzen denn aneignen?
00:08:50: Maik Marx: Die gute Nachricht ist, es gibt heute unzählige Möglichkeiten, oft sogar kostenlos. Plattformen wie Coursera, Udemy, LinkedIn Learning oder die Khan Academy bieten Kurse zu praktisch jedem digitalen Thema. YouTube ist voll mit Tutorials. Viele Tech-Unternehmen wie Google, Microsoft oder IBM bieten kostenlose Zertifikatskurse an.
00:09:13: Lia: Und für unsere Zuhörer, die arbeitslos sind oder ALGI beziehen.
00:09:19: Maik Marx: Für Sie gibt es besonders gute Möglichkeiten. Mit einem AVGS-Gutschein können Sie geförderte Weiterbildungen in Anspruch nehmen, auch im digitalen Bereich. Das kann ein Kurs in Datenanalyse sein, ein Social Media Marketing Training oder ein Grundlagenkurs in Programmierung. Die Kosten werden übernommen und man erhält oft auch ein Zertifikat, das man in Bewerbungen vorweisen kann.
00:09:44: Lia: Lass uns über Cloud Computing sprechen. Was muss man darüber wissen?
00:09:49: Maik Marx: Cloud Computing hat die Art, wie wir arbeiten, fundamental verändert. Statt Daten lokal auf dem eigenen Computer zu speichern, liegen sie in der Cloud, also auf Servern im Internet. Das ermöglicht Zusammenarbeit in Echtzeit, Zugriff von überall und automatische Backups. Die großen Plattformen sind AWS von Amazon, Microsoft Azure und Google Cloud.
00:10:17: Lia: Muss man als normaler Angestellter diese Plattformen bedienen können?
00:10:21: Maik Marx: Nicht unbedingt die technischen Details, aber man sollte das Prinzip verstehen und die gängigen Cloud-Tools nutzen können. Google Drive, Dropbox, OneDrive, das sind Cloud-Speicher. Microsoft Teams, Slack, Zoom, das sind cloudbasierte Kommunikationstools. Trello, Asana, Monday, das sind cloudbasierte Projektmanagement-Tools. In modernen Unternehmen sind solche Tools Standard.
00:10:53: Lia: Das führt uns zum Thema digitale Zusammenarbeit. Was ist da wichtig?
00:10:58: Maik Marx: Remote Work und hybrides Arbeiten sind gekommen, um zu bleiben. Das bedeutet, man muss digital kommunizieren und kollaborieren können. Das ist mehr als nur Videokonferenzen zu führen. Es geht um digitale Etikette, wann schalte ich mein Mikrofon stumm, wie präsentiere ich meinen Bildschirm, wie führe ich ein effektives Online-Meeting. Es geht um asynchrone Kommunikation, also Nachrichten zu schreiben, die auch später noch verständlich sind. Und es geht um die Nutzung von Kollaborationstools, wo mehrere Menschen gleichzeitig an Dokumenten arbeiten können.
00:11:37: Lia: Viele ältere Arbeitnehmer tun sich damit schwer. Hast du Tipps?
00:11:42: Maik Marx: Der wichtigste Tipp ist, keine Angst haben und einfach ausprobieren. Die meisten Tools sind intuitiver, als man denkt. Viele bieten Tutorials oder Hilfefunktionen an. Man kann auch in einem geschützten Rahmen üben, zum Beispiel mit Freunden oder Familie. Und man sollte sich nicht schämen, Fragen zu stellen. Jeder hat mal angefangen.
00:12:04: Lia: Was ist mit Social Media? Ist das auch eine berufliche Kompetenz?
00:12:09: Maik Marx: Absolut. Gut, ein professionelles LinkedIn-Profil ist heute fast so wichtig wie ein guter Lebenslauf. Viele Recruiter suchen aktiv auf LinkedIn nach Kandidaten. Auch für Selbstmittelständige und Freiberufler sind Social Media oft unverzichtbar für Marketing und Kundenakquise. Man muss nicht auf allen Plattformen aktiv sein, aber man sollte verstehen, wie sie funktionieren und wie man sie professionell nutzt.
00:12:37: Lia: Wie baut man denn ein gutes LinkedIn-Profil auf?
00:12:40: Maik Marx: Das Profil sollte vollständig sein, mit professionellem Foto, aussagekräftiger Headline, detaillierter Beschreibung der Berufserfahrung und Fähigkeiten. Man sollte aktiv sein, Beiträge teilen, kommentieren, sich mit relevanten Personen vernetzen. Und man sollte authentisch bleiben. Es geht nicht darum, sich zu verstellen, sondern die eigene Expertise sichtbar zu machen.
00:13:06: Lia: Lass uns über agile Methoden sprechen. Warum ist das relevant?
00:13:11: Maik Marx: Agile Methoden wie Scrum oder Kanban haben sich von der Softwareentwicklung aus in viele andere Bereiche verbreitet. Sie stehen für flexibles, iteratives Arbeiten in Teams. Viele Unternehmen arbeiten heute agil und Begriffe wie Sprint, Stand-up-Meeting oder Backlog gehören zum Alltag. Auch wenn man nicht als Scrum Master arbeitet, sollte man diese Konzepte kennen und verstehen.
00:13:39: Lia: Wie kann man sich da einarbeiten?
00:13:42: Maik Marx: Es gibt viele kostenlose Ressourcen online. Die Scrum-Grundlagen kann man in ein paar Stunden lernen. Es gibt auch Zertifizierungen wie den Professional Scrum Master, die man online ablegen kann. Aber oft reicht es schon, die Prinzipien zu verstehen und in der Praxis anzuwenden.
00:14:00: Lia: Viele unserer Zuhörer fragen sich sicher, wie bringe ich meine digitalen Kompetenzen in der Bewerbung unter?
00:14:08: Maik Marx: Sehr wichtig ist, konkret zu werden. Nicht einfach gute EDV-Kenntnisse schreiben, sondern fortgeschrittene Excel-Kenntnisse, Inklundung-Pivot-Tabellen und VBA-Makros oder Erfahrungen mit CRM-Systemen wie Salesforce und HubSpot. Wenn man Zertifikate hat, zum Beispiel von Google, Microsoft oder Coursera, sollte man die unbedingt erwähnen und beifügen.
00:14:35: Lia: Sollte man auch Kompetenzen nennen, die man gerade erst lernt?
00:14:39: Maik Marx: Ja, durchaus. Man kann schreiben Grundkenntnisse in Puyten, derzeit in Weiterbildung oder aktuell Zertifizierung in Google Analytics. Das zeigt Lernbereitschaft und Initiative. Wichtig ist nur, ehrlich zu bleiben. Wenn man im Vorstellungsgespräch gefragt wird, sollte man auch etwas dazu sagen können.
00:15:02: Lia: Was ist mit einem Online-Portfolio? Ist das sinnvoll?
00:15:06: Maik Marx: Für viele Berufe ja, besonders in kreativen oder technischen Bereichen. Ein Portfolio kann eine eigene Website sein, ein GitHub-Profil für Programmierer, ein Behance-Profil für Designer oder einfach ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil mit Beispielen der eigenen Arbeit. Das zeigt nicht nur Kompetenz, sondern auch Initiative und digitale Präsenz.
00:15:31: Lia: Wie wichtig ist es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben?
00:15:35: Maik Marx: Sehr wichtig, denn die digitale Welt entwickelt sich rasant. Was heute aktuell ist, kann in zwei Jahren veraltet sein. Deshalb ist kontinuierliches Lernen so wichtig. Man sollte sich regelmäßig Zeit nehmen, Neues zu lernen. Sei es durch Online-Kurse, Fachblogs, Podcasts oder einfach durch Ausprobieren neuer Tools.
00:16:00: Lia: Wie viel Zeit sollte man dafür einplanen?
00:16:02: Maik Marx: Das hängt von der individuellen Situation ab. Aber ich würde empfehlen, mindestens ein bis zwei Stunden pro Woche für digitales Lernen einzuplanen. Das kann ein YouTube-Tutorial sein, ein Kapitel in einem Online-Kurs oder das Experimentieren mit einem neuen Tool. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.
00:16:23: Lia: Was, wenn man sich von der Fülle an Themen überfordert fühlt?
00:16:27: Maik Marx: Das ist völlig normal. Man muss nicht alles auf einmal lernen. Besser ist es, sich zu fokussieren. Was ist für meinen aktuellen oder angestrebten Job am relevantesten? Damit fängt man an. Man kann auch mit kleinen Schritten beginnen, zum Beispiel erst mal Excel-Kenntnisse auffrischen, bevor man sich an Python wagt.
00:16:49: Lia: Gibt es einen Zusammenhang zwischen digitalen Kompetenzen und Gehalt?
00:16:54: Maik Marx: Definitiv. Studien zeigen, dass Menschen mit guten digitalen Kompetenzen im Durchschnitt höhere Gehälter erzielen und bessere Karrierechancen haben. Das gilt nicht nur für IT-Berufe, sondern branchenübergreifend. Digitale Kompetenzen sind ein Karrierebooster.
00:17:12: Lia: Was ist mit Menschen, die in Berufen arbeiten, die stark von Automatisierung bedroht sind?
00:17:18: Maik Marx: Für sie ist digitale Weiterbildung besonders wichtig. Wenn der eigene Job durch Automatisierung wegfällt oder sich stark verändert, braucht man neue Kompetenzen. Das kann eine Umschulung sein, aber oft reicht auch eine gezielte Weiterbildung, um sich neu zu positionieren. Die gute Nachricht ist, der Arbeitsmarkt für digital kompetente Menschen ist sehr gut.
00:17:42: Lia: Gibt es Branchen, in denen digitale Kompetenzen besonders gefragt sind?
00:17:47: Maik Marx: Natürlich in der IT-Branche selbst, aber auch im Marketing, im Vertrieb, im Finanzwesen, im Gesundheitswesen, in der Logistik, eigentlich überall. Selbst traditionelle Branchen wie das Handwerk oder die Landwirtschaft werden immer digitaler. Smart Farming, digitale Bauplanung, IoT-Sensoren, das sind keine Zukunftsvisionen mehr, sondern Realität.
00:18:13: Lia: Was ist dein wichtigster Rat für unsere Zuhörer?
00:18:17: Maik Marx: Seht die Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Ja, es erfordert Anstrengung, sich neue Kompetenzen anzueignen. Aber es lohnt sich. Digitale Kompetenzen öffnen Türen, verbessern Karrierechancen und machen euch zukunftssicher. Und vergesst nicht, es ist nie zu spät anzufangen. Ich habe Menschen in ihren 50ern und 60ern erlebt, die erfolgreich programmieren gelernt oder sich in Datenanalyse weitergebildet haben.
00:18:51: Lia: Das ist ein sehr motivierender Schlusssatz. Vielen Dank, Maik, für diese umfassenden Einblicke.
00:18:58: Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Es war mir eine Freude.
00:19:01: Lia: Liebe Zuhörer, ich hoffe, diese Folge hat euch Mut gemacht, eure digitalen Kompetenzen auszubauen. Denkt daran, jeder Schritt zählt. Und wenn ihr Unterstützung braucht, sei es durch Coaching oder geförderte Weiterbildungen, findet ihr alle Informationen auf unserer Website.
00:19:23: Maik Marx: In der nächsten Folge werden wir über ein Thema sprechen, das viele von euch interessieren dürfte. Wie man als Quereinsteiger erfolgreich in einem neuen Berufsfeld Fuß fasst. Seid also unbedingt wieder dabei.
00:19:36: Lia: Bis dahin, bleibt genial und bleibt neugierig.
00:19:40: Maik Marx: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken. Plangenial.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. Für verbindliche Ratschläge empfehlen wir, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Beachtet bitte auch unsere allgemeinen Geschäftsführer. Geschäftsbedingungen und das Impressum. Informationen zum AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit findet ihr unter dem entsprechenden Link in den Shownotes. Alle Links und Shownotes findet ihr wie immer auch auf unserer Webseite.
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