15 Gehaltsverhandlungen – wie man seinen Marktwert kennt und selbstbewusst mehr Gehalt fordert
Shownotes
In dieser Episode von PlanGenial.de, dem Bewerbungs- und Karriere-Podcast, beschäftigen wir uns mit dem oft als unangenehm empfundenen Thema der Gehaltsverhandlungen. Gemeinsam mit meinem Freund und Bewerbungsexperten Maik Marx tauchen wir tief in die Thematik ein und erforschen, warum es vielen Menschen schwerfällt, ihren Marktwert zu erkennen und selbstbewusst mehr Gehalt zu fordern. Wir diskutieren kulturelle Prägungen, die Angst vor Ablehnung und die Unsicherheit bezüglich des eigenen Wertes – Faktoren, die nachvollziehbar, jedoch oft hinderlich sind.
Ein essenzieller Punkt, den wir besprechen, ist die Ermittlung des eigenen Marktwerts. Dazu gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, darunter die Nutzung von Gehaltsreports und Online-Plattformen wie Glassdoor und Kununu, um branchenspezifische Vergleichswerte zu erhalten. Wir ermutigen dazu, das eigene Netzwerk zu befragen und auch Stellenanzeigen zu analysieren, um ein realistisches Bild der Vergütungen in ähnlichen Positionen zu erhalten. Abgerundet wird dieser Abschnitt durch den Kontakt zu Recruitern und die persönliche Selbstbewertung, um die eigene Leistung zu reflektieren.
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- Warum es vielen so schwerfällt, über Geld zu sprechen und selbstbewusst zu verhandeln
- Wie du deinen tatsächlichen Marktwert mit verschiedenen Recherchemethoden ermittelst
- Die besten Zeitpunkte für Gehaltsverhandlungen und wie du dich optimal vorbereitest
- Den idealen Ablauf eines Gehaltsgesprächs – von der Eröffnung bis zum Abschluss
- Was du tun kannst, wenn deine Gehaltsforderung abgelehnt wird

Lia übt ihre Selbstpräsentation vor dem Spiegel, Maik coacht – plangenial.de
Wir sprechen auch über die Faktoren, die die Höhe des Gehalts beeinflussen, und beleuchten Aspekte wie Branche, Unternehmensgröße, Qualifikation und Verhandlungsgeschick. Darüber hinaus erörtern wir, wann der optimale Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen ist. Ob beim Eintritt in eine neue Stellen, nach der Probezeit oder nach besonderen Erfolgen – wir stellen verschiedene Möglichkeiten vor, die das Timing optimieren.
Kapitel der Folge
- 00:09 – Willkommen zum Karriere-Podcast
- 00:53 – Gehaltsverhandlungen im Fokus
- 01:51 – Marktwert ermitteln
- 03:07 – Faktoren des Gehalts
- 04:26 – Zeitpunkt für Verhandlungen
- 05:31 – Vorbereitung auf Verhandlungen
- 06:49 – Ablauf einer Gehaltsverhandlung
- 08:02 – Fehler vermeiden
- 09:14 – Unterschiede bei Gehaltsverhandlungen
- 10:40 – Nach der Verhandlung
- 11:56 – Abschließende Gedanken
- 12:34 – Zusammenfassung der Tipps
Maik tröstet Lia nach einer Absage, die Stimmung wird hoffnungsvoll – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de
Hilfreiche Links
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Schlusswort von Maik Marx
Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.
Übrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – für dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.
Wenn dich das Thema Gehaltsverhandlungen gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin
plangenial auf Social Media
Transkript anzeigen
00:00:00: Lia: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von PlanGenial.de, der Bewerbungs- und Karriere-Podcast. Ich bin Lia, eure Moderatorin, und freue mich, dass ihr wieder dabei seid. Mit mir im Studio ist wie immer mein geschätzter Freund und Bewerbungsexperte Maik.
00:00:22: Maik Marx: Hallo zusammen, schön wieder hier zu sein.
00:00:24: Lia: Maik. Unsere letzte Folge über berufliche Weiterbildung hat so viel positives Echo ausgelöst. Ein Hörer schrieb, dass er sich endlich getraut hat, eine lang aufgeschobene Fortbildung anzugehen. Und sein Chef übernimmt sogar die Kosten.
00:00:43: Maik Marx: Das freut mich sehr. Genau solche Erfolgsgeschichten motivieren mich.
00:00:48: Lia: Heute sprechen wir über ein Thema, bei dem viele ins Schwitzen kommen. Gehaltsverhandlungen. wie man seinen Marktwert kennt und selbstbewusst mehr Gehalt fordert.
00:00:59: Maik Marx: Ein wichtiges Thema. Viele Menschen lassen jedes Jahr tausende Euro liegen, weil sie sich nicht trauen, angemessen zu verhandeln.
00:01:08: Lia: Warum fällt es eigentlich so vielen schwer, über Geld zu sprechen und für sich selbst einzustehen?
00:01:14: Maik Marx: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens, kulturelle Prägung. In vielen Kulturen gilt es als unhöflich oder unangemessen, offen über Geld zu sprechen.
00:01:25: Lia: Das steckt tief in uns drin, oder?
00:01:28: Maik Marx: Absolut. Zweitens. Angst vor Ablehnung. Viele befürchten, dass ihre Forderung nach Mehrgehalt negativ aufgenommen wird oder gar den Job gefährdet.
00:01:39: Lia: Obwohl das ja eigentlich zum Berufsleben dazugehört.
00:01:42: Maik Marx: Genau. Drittens. Unsicherheit über den eigenen Wert. Ohne klares Bild des eigenen Marktwertes fehlt die Verhandlungsbasis.
00:01:52: Lia: Wie kann man denn seinen Marktwert überhaupt ermitteln?
00:01:55: Maik Marx: Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Erstens. Gehaltsreports und Online-Plattformen nutzen. Portale wie Glassdoor, Kununu oder Gehalt.de bieten branchenspezifische Vergleichswerte.
00:02:09: Lia: Sind diese Daten verlässlich?
00:02:11: Maik Marx: Sie geben zumindest eine gute Orientierung. 2. Netzwerk befragen. Diskrete Gespräche mit Kollegen, ehemaligen Kommilitonen oder Branchenkontakten können wertvolle Einblicke liefern.
00:02:24: Lia: Aber das ist in Deutschland oft ein Tabu, oder?
00:02:27: Maik Marx: Leider ja. Aber es wandelt sich langsam. Drittens. Stellenanzeigen analysieren. Ähnliche Positionen mit Gehaltsangaben geben Hinweise auf marktübliche Vergütungen.
00:02:39: Lia: Und wenn dort keine Zahlen genannt werden?
00:02:41: Maik Marx: Dann hilft viertens. Recruiter und Headhunter kontaktieren. Sie haben oft den besten Überblick über aktuelle Marktgehälter in ihrer Branche.
00:02:51: Lia: Und fünftens?
00:02:52: Maik Marx: Fünftens. Die eigene Leistung bewerten. Sammle konkrete Erfolge, übernommene Verantwortungsbereiche und erreichte Ziele als Basis für deinen individuellen Wert.
00:03:04: Lia: Welche Faktoren beeinflussen eigentlich die Höhe des Gehalts?
00:03:08: Maik Marx: Da spielen verschiedene Aspekte zusammen. Erstens. Branche und Unternehmensgröße. Zwischen verschiedenen Branchen und zwischen Konzernen und kleinen Unternehmen gibt es oft erhebliche Unterschiede.
00:03:22: Lia: Also in einem Start-up verdient man typischerweise weniger als im Konzern?
00:03:26: Maik Marx: Oft ja, wobei Start-ups manchmal andere Vorteile wie Firmenanteile bieten. Zweitens, Qualifikation und Erfahrung. Ausbildung, Studium, Zertifikate und vor allem relevante Berufserfahrung sind entscheidend.
00:03:43: Lia: Wie wichtig ist der Standort?
00:03:45: Maik Marx: Sehr wichtig. Drittens, regionale Unterschiede. In Großstädten und wirtschaftsstarken Regionen sind die Gehälter typischerweise höher, allerdings auch die Lebenshaltungskosten.
00:03:58: Lia: Und welche Rolle spielen persönliche Faktoren?
00:04:01: Maik Marx: Viertens, Verhandlungsgeschick. Zwei Menschen mit identischer Qualifikation können unterschiedlich verdienen, je nachdem wie gut sie verhandeln.
00:04:11: Lia: Das unterstreicht, wie wichtig unser heutiges Thema ist.
00:04:15: Maik Marx: Absolut. Und fünftens, Spezialisierung und Knappheit. Je spezialisierter deine Fähigkeiten und je knapper diese am Markt sind, desto höher dein potenzielles Gehalt.
00:04:26: Lia: Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen?
00:04:30: Maik Marx: Es gibt mehrere günstige Momente. Erstens, bei der Einstellung, der Jobwechsel ist oft der größte Hebel für Gehaltssprünge, da hier am meisten Verhandlungsspielraum besteht.
00:04:42: Lia: Also direkt beim Vorstellungsgespräch?
00:04:44: Maik Marx: Idealerweise erst, wenn dir der Job angeboten wird und du weißt, dass sie dich wollen. Zweitens. Nach der Probezeit, wenn du dich bewährt hast, steigt dein Verhandlungsspielraum.
00:04:56: Lia: Und im laufenden Arbeitsverhältnis?
00:04:58: Maik Marx: Drittens. Jährliche Mitarbeitergespräche. Viele Unternehmen haben feste Zyklen für Gehaltsgespräche, die du nutzen solltest.
00:05:07: Lia: Gibt es noch weitere günstige Momente?
00:05:09: Maik Marx: Viertens. Nach besonderen Erfolgen oder Projektabschlüssen, wenn du gerade einen wichtigen Beitrag geleistet hast, ist die Wertschätzung besonders hoch.
00:05:19: Lia: Und fünftens?
00:05:21: Maik Marx: Fünftens. Bei Übernahme zusätzlicher Verantwortung. Wenn sich dein Aufgabenbereich erweitert, ist das ein legitimer Anlass, auch über die Vergütung zu sprechen.
00:05:32: Lia: Wie bereitet man sich optimal auf eine Gehaltsverhandlung vor?
00:05:36: Maik Marx: Gründliche Vorbereitung ist entscheidend. Erstens. Konkrete Erfolge und Leistungen dokumentieren. Sammle messbare Ergebnisse, die deinen Wert für das Unternehmen belegen.
00:05:47: Lia: Also quasi eine Erfolgssammlung anlegen?
00:05:49: Maik Marx: Genau. Zweitens, Marktwert recherchieren. Nutze die vorhin besprochenen Methoden, um eine realistische Gehaltsspanne zu ermitteln.
00:05:59: Lia: Und dann mit der Obergrenze einsteigen?
00:06:02: Maik Marx: Nicht unbedingt. Drittens, Verhandlungsstrategie festlegen. Überlege dir dein Wunschgehalt, deine Minimalforderung und mögliche Alternativen zu einer reinen Gehaltserhöhung.
00:06:14: Lia: Wie zum Beispiel?
00:06:15: Maik Marx: Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Tage, zusätzliche Urlaubstage, Weiterbildungsbudget oder Firmenwagen können wertvolle Alternativen sein. Viertens. Gesprächsleitfaden erstellen, notiere deine wichtigsten Argumente und übe das Gespräch vorab.
00:06:34: Lia: Und fünftens?
00:06:35: Maik Marx: Fünftens. Mentale Vorbereitung. Arbeite an deinem Selbstbewusstsein und deiner inneren Haltung. Eine Gehaltsverhandlung ist kein Bittgang, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe über den fairen Wert deiner Arbeit.
00:06:49: Lia: Wie läuft eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung konkret ab?
00:06:53: Maik Marx: Lass mich die wichtigsten Schritte skizzieren. 1. Positiver Einstieg. Beginne mit Wertschätzung für das Unternehmen und deine Rolle, bevor du das Thema Gehalt ansprichst.
00:07:06: Lia: Also nicht mit der Tür ins Haus fallen.
00:07:08: Maik Marx: Genau. Zweitens. Leistungen präsentieren. Stelle deine Erfolge und deinen Beitrag zum Unternehmenserfolg dar, bevor du deine Gehaltsforderung formulierst.
00:07:20: Lia: Und wie formuliert man die Forderung am besten?
00:07:23: Maik Marx: Drittens. Konkrete Zahlen nennen, sprich eine klare Summe aus, statt vage mehr Gehalt zu fordern. Basiere diese auf deiner Recherche und deinem Beitrag.
00:07:35: Lia: Und dann?
00:07:36: Maik Marx: Viertens. Aktives Zuhören. Nach deiner Forderung ist Schweigen Gold. Lass dein Gegenüber reagieren und höre aufmerksam zu, um auf Einwände eingehen zu können.
00:07:47: Lia: Und wenn Einwände kommen?
00:07:49: Maik Marx: Fünftens. Konstruktiv auf Gegenargumente eingehen. Bleibe sachlich und lösungsorientiert. Wenn ein Nein kommt, frage nach den Gründen und suche gemeinsam nach Alternativen oder einem Stufenplan.
00:08:03: Lia: Welche typischen Fehler sollte man bei Gehaltsverhandlungen vermeiden?
00:08:07: Maik Marx: Es gibt einige klassische Fallstricke. Erstens, sich entschuldigen. Beginne nie mit, es tut mir leid, aber ich müsste über mein Gehalt sprechen. Das schwächt deine Position von Anfang an.
00:08:19: Lia: Also selbstbewusst auftreten.
00:08:22: Maik Marx: Genau. Zweitens, persönliche Gründe anführen. Ich brauche mehr Geld für meine neue Wohnung, ist kein überzeugendes Argument. Fokussiere auf deinen Wert für das Unternehmen.
00:08:33: Lia: Was ist mit Vergleichen zu Kollegen?
00:08:36: Maik Marx: Drittens, Kollegenvergleiche vermeiden, aber Kollege X verdient mehr, ist unprofessionell und kann nach hinten losgehen. Bleibe bei deiner eigenen Leistung und dem Marktwert.
00:08:49: Lia: Und beim Verhandeln selbst?
00:08:51: Maik Marx: Viertens, zu schnell nachgeben. Viele akzeptieren das erste Angebot ohne zu verhandeln. Bleib geduldig und nutze Verhandlungsspielräume.
00:09:01: Lia: Und fünftens?
00:09:02: Maik Marx: Fünftens. Ohne Plan B ins Gespräch gehen. Überlege dir vorab, wie du reagierst, wenn deine Forderung abgelehnt wird. Welche Alternativen könntest du akzeptieren? Wann wäre ein guter Zeitpunkt für ein Folgegespräch?
00:09:19: Lia: Gibt es Unterschiede bei Gehaltsverhandlungen für verschiedene Gruppen?
00:09:23: Maik Marx: Definitiv. Erstens. Berufseinsteiger. Hier geht es weniger um Verhandlungen als um realistische Einordnung. Recherchiere Einstiegsgehälter in deiner Branche und Region.
00:09:35: Lia: Und für Menschen, die nach Arbeitslosigkeit wieder einsteigen?
00:09:39: Maik Marx: Zweitens, Wiedereinsteiger. Hier ist es wichtig, sich nicht unter Wert zu verkaufen. Fokussiere auf deine Erfahrung und aktualisierte Qualifikationen, nicht auf die Lücke im Lebenslauf.
00:09:52: Lia: Was ist mit Frauen? Studien zeigen ja, dass sie oft weniger verhandeln.
00:09:57: Maik Marx: 3. Frauen werden leider oft anders wahrgenommen, wenn sie selbstbewusst verhandeln. Mein Tipp, noch gründlicher vorbereiten, stark auf Fakten und Leistungen fokussieren und ein unterstützendes Netzwerk aufbauen.
00:10:12: Lia: Und für Führungskräfte?
00:10:13: Maik Marx: 4. Führungskräfte sollten neben dem Grundgehalt auch variable Vergütungen, Boni und langfristige Incentives in den Blick nehmen. Hier liegt oft großes Potenzial.
00:10:25: Lia: Und 5.
00:10:26: Maik Marx: Fünftens. Quereinsteiger. Betone übertragbare Fähigkeiten und spezielle Perspektiven, die du aus deinem vorherigen Berufsfeld mitbringst, um einen möglichen Erfahrungsnachteil auszugleichen.
00:10:40: Lia: Was tun, wenn die Gehaltsverhandlung nicht zum gewünschten Ergebnis führt?
00:10:44: Maik Marx: Das ist eine wichtige Frage. Erstens. Nach konkreten Gründen fragen. Verstehe, warum deine Forderung abgelehnt wurde. Ist es die wirtschaftliche Lage, deine Leistung oder etwas anderes?
00:10:58: Lia: Das hilft, die Situation besser einzuschätzen.
00:11:01: Maik Marx: Genau. Zweitens. Nach alternativen Fragen. Wenn mehr Geld aktuell nicht möglich ist, gibt es vielleicht andere Vorteile wie flexible Arbeitszeiten oder Weiterbildungen?
00:11:12: Lia: Und wenn es gar keinen Spielraum gibt?
00:11:15: Maik Marx: Drittens. Konkrete Bedingungen für künftige Erhöhungen vereinbaren. Was müsste ich leisten, damit eine Gehaltserhöhung in sechs Monaten möglich wird?
00:11:26: Lia: Also einen klaren Fahrplan festlegen?
00:11:28: Maik Marx: Exakt. Viertens. Die eigene Situation neu bewerten. Überlege, wie wichtig dir die Gehaltserhöhung im Vergleich zu anderen Faktoren, wie Arbeitsatmosphäre, Entwicklungsmöglichkeiten oder Work-Life-Balance ist.
00:11:44: Lia: Und wenn das alles nicht hilft?
00:11:46: Maik Marx: Fünftens. Alternativen in Betracht ziehen. Manchmal ist ein Jobwechsel der effektivste Weg zu einem höheren Gehalt. Halte diskret Ausschau nach neuen Möglichkeiten.
00:11:56: Lia: Gibt es noch abschließende Gedanken zum Thema Gehaltsverhandlungen?
00:12:01: Maik Marx: Ja, einen wichtigen Punkt. Gehaltsverhandlungen sind ein normaler Teil des Berufslebens, kein einmaliges Ereignis. Entwickele eine positive Einstellung dazu und betrachte es als Fähigkeit, die du mit der Zeit verbessern kannst.
00:12:17: Lia: Das nimmt dem Ganzen etwas den Druck.
00:12:19: Maik Marx: Genau das ist die Idee. Und denk daran, Selbst wenn du nur 5% mehr heraushandelst als ursprünglich angeboten, summiert sich das über dein Berufsleben zu einem erheblichen Betrag. Es lohnt sich also, diese Fähigkeit zu entwickeln.
00:12:35: Lia: Das ist ein überzeugendes Argument. Fassen wir nochmal zusammen?
00:12:39: Maik Marx: Gerne. Um erfolgreich zu verhandeln, kenne deinen Marktwert durch gründliche Recherche und dokumentiere deine Erfolge als Verhandlungsbasis.
00:12:48: Lia: Wähle den richtigen Zeitpunkt und bereite dich mit konkreten Zahlen und Argumenten vor.
00:12:55: Maik Marx: Tritt selbstbewusst auf, ohne aggressiv zu sein und fokussiere auf deinen Wert für das Unternehmen, nicht auf persönliche Bedürfnisse.
00:13:05: Lia: Und wenn es nicht klappt, frage nach konkreten Bedingungen für die Zukunft oder erwäge langfristig einen Jobwechsel.
00:13:14: Maik Marx: Perfekt zusammengefasst.
00:13:15: Lia: Das war wieder eine super informative Folge. Danke, Maik, für deine Expertise und dass du heute wieder bei uns zu Gast warst.
00:13:24: Maik Marx: Danke dir, Lia. Die Freude ist ganz meinerseits. Unsere Gespräche machen mir immer großen Spaß und ich hoffe, wir können damit vielen Menschen helfen.
00:13:34: Lia: In der nächsten Folge sprechen wir über ein Thema, das viele beschäftigt. Vorstellungsgespräche meistern. Wie man sich optimal vorbereitet und überzeugt. Maik wird natürlich wieder als Experte dabei sein.
00:13:50: Maik Marx: Ich freue mich schon darauf. Das ist ein Kernthema für jeden, der sich beruflich verändern möchte. Und hier noch ein wichtiger rechtlicher Hinweis. Die vorgestellten Verhandlungsstrategien sind allgemeine Empfehlungen und müssen an ihre individuelle Situation angepasst werden. Beachten Sie, dass in manchen Branchen und Unternehmen Gehälter durch Tarifverträge oder andere Vereinbarungen festgelegt sind, die den Verhandlungsspielraum einschränken können. Die Offenlegung von Gehaltsinformationen kann in einigen Arbeitsverträgen untersagt sein. Bei rechtlichen Fragen zu Arbeitsverträgen oder Gehaltsverhandlungen wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder an Ihre Arbeitnehmervertretung.
00:14:38: Lia: Tschüss und bis zum nächsten Mal bei plangenial.de, der Bewerbungs- und Karrierepodcast.
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