11 Selbstmarketing ohne Angeberei – wie man die eigenen Stärken authentisch präsentiert

Shownotes

In dieser Episode von Plangenial.de, dem Bewerbungs- und Karriere-Podcast, befassen wir uns mit dem Thema des Selbstmarketings, ein Bereich, der vielen Menschen oft Kopfzerbrechen bereitet. Die Moderatorin Lia und Bewerbungsexperte Maik Marx beleuchten ausführlich, wie man seine eigenen Stärken authentisch präsentieren kann, ohne dabei in die Falle der Angeberei zu tappen. Dies ist besonders relevant für alle, die beruflich vorankommen möchten, denn bei der Jobsuche ist es entscheidend, sich von der Masse abzuheben.

Wir diskutieren, warum es vielen schwerfällt, über ihre Erfolge zu sprechen – nicht zuletzt wegen kultureller Prägungen, welche Bescheidenheit über Lob stellen. Maik Marx und Lia erörtern die Ängste, die viele Menschen beim Selbstmarketing empfinden, sei es die Furcht vor negativen Reaktionen oder das Gefühl, die eigenen Erfolge nicht verdient zu haben, bekannt als das Imposter-Syndrom. Auch der Perfektionismus, der dazu führen kann, dass einem eigene Stärken nicht bewusst sind, wird thematisiert.

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In dieser Folge erfährst du

  • Warum Selbstmarketing für deine Karriere entscheidend ist – und was es von Angeberei unterscheidet
  • Fünf bewährte Methoden, um deine wahren Stärken zu identifizieren
  • Wie du mit der STAR-Methode überzeugende Erfolgsgeschichten erzählst
  • Situationsspezifische Strategien für Bewerbungsgespräche, Netzwerk-Events und Teammeetings
  • Typische Fehler beim Selbstmarketing und wie du sie vermeidest

Lia ist nervös vor dem Gespräch, Maik beruhigt sie ermutigend
Lia ist nervös vor dem Gespräch, Maik beruhigt sie ermutigend – plangenial.de

Zahlreiche Argumente werden vorgestellt, um zu verdeutlichen, warum Selbstmarketing im modernen Arbeitsumfeld von großer Bedeutung ist. Sichtbarkeit im Arbeitsmarkt, Karriereentwicklung und Netzwerkaufbau sind nur einige der Gründe, die sich auf das eigene Selbstbewusstsein auswirken können. Wichtig ist es, eine Balance zwischen authentischem Selbstmarketing und Angeberei zu finden. Das beinhaltet, dass man authentisch bleibt, relevante Informationen zur richtigen Zeit teilt und Wertschätzung für die Beiträge anderer zeigt.

Kapitel der Folge

  • 00:08 – Willkommen zum Selbstmarketing
  • 00:58 – Herausforderungen des Selbstmarketings
  • 03:13 – Warum ist Selbstmarketing wichtig?
  • 04:29 – Balance zwischen Selbstmarketing und Angeberei
  • 06:05 – Stärken identifizieren
  • 07:38 – Stärken authentisch präsentieren
  • 09:30 – Selbstmarketing in beruflichen Situationen
  • 10:57 – Herausforderungen für bestimmte Personengruppen
  • 12:35 – Fehler beim Selbstmarketing vermeiden
  • 13:51 – Tipps für Jobcenter-Kunden
  • 15:21 – Abschlussgedanken zum Selbstmarketing


Lia und Maik gestikulieren lebhaft in einem Networking-Moment – mehr von Lia & Maik auf plangenial.de

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Schlusswort von Maik Marx

Als Bewerbungsexperte und Karriere-Coach begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg in den Job – vom ersten Lebenslauf-Check bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag. Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Bewerbung und Karriere sind kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Strategie. Genau dafür machen Lia und ich diesen Podcast – Woche für Woche, mit ehrlichen Einblicken, konkreten Beispielen und Tipps, die du sofort umsetzen kannst.

Übrigens: Viele meiner Klientinnen und Klienten starten mit einem AVGS-Gutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Damit ist dein komplettes Einzelcoaching bei plangenial zu 100 % gefördert – für dich kostenfrei. Hier findest du unser offizielles Coaching-Angebot bei der Arbeitsagentur.

Wenn dich das Thema Selbstmarketing ohne Angeberei gerade persönlich beschäftigt, melde dich gern bei mir – dein Weg beginnt mit einem Gespräch. Ich freue mich auf dich!

Unterschrift Maik Marx
Maik Marx · Bewerbungsexperte & Inhaber von plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Berlin

plangenial auf Social Media

Transkript anzeigen

Lia: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Plangenial.de, der Bewerbungs- und Karriere-Podcast. Ich bin Lia, eure Moderatorin, und freue mich riesig, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Und natürlich ist auch heute mein wunderbarer Freund und Bewerbungsexperte Maik wieder bei uns im Studio.

Maik Marx: Hallo zusammen! Schön, wieder hier zu sein, Lia.

Lia: Maik, ich muss sagen, deine Tipps zum Konfliktmanagement aus der letzten Folge haben richtig eingeschlagen. Eine Hörerin hat mir geschrieben, dass sie endlich den Mut gefunden hat, ein klärendes Gespräch mit ihrem Vorgesetzten zu führen. Mit erstaunlich positivem Ergebnis.

Maik Marx: Das freut mich wirklich sehr. Genau darum geht es, Konflikte anzugehen, statt sie schwelen zu lassen.

Lia: Heute widmen wir uns einem Thema, das vielen Menschen Bauchschmerzen bereitet. Selbstmarketing ohne Angeberei. Wie man die eigenen Stärken authentisch präsentiert.

Maik Marx: Ein Kernthema für jeden, der beruflich vorankommen möchte. Viele Menschen, besonders in unserem Kulturkreis, tun sich schwer damit, über ihre Stärken und Erfolge zu sprechen.

Lia: Stimmt. Eigenlob stinkt. Haben viele von uns schon als Kinder gehört. Aber im Berufsleben und besonders bei der Jobsuche kommt man um Selbstmarketing nicht herum, oder?

Maik Marx: Genau. Der Unterschied zwischen Selbstmarketing und Angeberei ist entscheidend. Beim Selbstmarketing geht es darum, anderen ein klares, authentisches Bild deiner Fähigkeiten und Stärken zu vermitteln, nicht darum zu übertreiben oder andere klein zu machen.

Lia: Warum fällt es vielen so schwer, über ihre Stärken zu sprechen?

Maik Marx: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens, kulturelle Prägung. In vielen Kulturen, besonders im deutschsprachigen Raum, wird Bescheidenheit hochgeschätzt und Eigenlob kritisch gesehen.

Lia: Das kenne ich gut. Lass lieber andere über dich sprechen, hieß es oft.

Maik Marx: Genau. Zweitens, Angst vor negativen Reaktionen. Viele befürchten, als arrogant oder unsympathisch wahrgenommen zu werden, wenn sie ihre Erfolge betonen.

Lia: Oder dass Kollegen neidisch reagieren könnten?

Maik Marx: Auch das. Drittens, das Imposter-Syndrom. Viele Menschen, selbst sehr erfolgreiche, haben das Gefühl, ihre Erfolge nicht wirklich verdient zu haben und fürchten, als Betrüger entlarvt zu werden.

Lia: Dieses Ich-habe-nur-Glück-gehabt-Gefühl kenne ich auch.

Maik Marx: Es ist erstaunlich verbreitet. Viertens, mangelnde Übung. Viele haben einfach nie gelernt, angemessen über ihre Stärken zu sprechen, ohne sich unwohl zu fühlen.

Lia: Und fünftens?

Maik Marx: Fünftens, Perfektionismus. Manche denken, sie müssten erst perfekt sein, bevor sie über ihre Stärken sprechen dürfen. Sie fokussieren sich so sehr auf ihre Entwicklungsbereiche, dass sie ihre tatsächlichen Stärken aus dem Blick verlieren.

Lia: Aber warum ist Selbstmarketing überhaupt so wichtig?

Maik Marx: Aus mehreren Gründen. Erstens Sichtbarkeit im Arbeitsmarkt. In einer Welt voller qualifizierter Bewerber musst du herausstechen, damit potenzielle Arbeitgeber auf dich aufmerksam werden.

Lia: Also quasi das Rauschen durch Brechen?

Maik Marx: Genau. 2. Realistische Selbsteinschätzung Gutes Selbstmarketing basiert auf einer ehrlichen Bestandsaufnahme deiner Stärken und Erfolge, was auch dein Selbstbewusstsein stärkt.

Lia: Das klingt nach einem positiven Nebeneffekt.

Maik Marx: Absolut! 3. Karriereentwicklung Wer seine Leistungen nicht sichtbar macht, wird oft bei Beförderungen oder spannenden Projekten übersehen.

Lia: Nach dem Motto, tue Gutes und sprich darüber.

Maik Marx: So könnte man es ausdrücken. Viertens. Netzwerkaufbau. Wenn andere wissen, worin du gut bist, können sie dich gezielter weiterempfehlen oder für Kooperationen ansprechen.

Lia: Und fünftens?

Maik Marx: Fünftens. Verhandlungsstärke, sei es bei Gehaltsverhandlungen oder beim Aushandeln von Arbeitsbedingungen. Wer seinen Wert kennt und kommunizieren kann, hat bessere Karten.

Lia: Das sind überzeugende Gründe. Aber wie findet man die Balance zwischen angemessenem Selbstmarketing und unangenehmer Angeberei?

Maik Marx: Das ist die Kernfrage. Der Unterschied liegt in mehreren Aspekten. Erstens, Authentizität versus Übertreibung. Selbstmarketing basiert auf Fakten und realen Leistungen, während Angeberei oft übertreibt oder sogar erfindet.

Lia: Also bei der Wahrheit bleiben.

Maik Marx: Unbedingt. Zweitens, Kontext und Relevanz. Gutes Selbstmarketing bringt die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt, während Angeberei oft unpassend oder irrelevant für die Situation ist.

Lia: Wie jemand, der bei jeder Gelegenheit von seinen Erfolgen erzählt. Egal, ob es gerade passt.

Maik Marx: Genau solche Situationen. Drittens. Wertschätzung versus Abwertung. Selbstmarketing kann die eigenen Stärken betonen, ohne andere klein zu machen, während Angeberei oft auf Kosten anderer geht.

Lia: Das ist ein wichtiger Unterschied.

Maik Marx: Absolut. Viertens. Zuhören versus Monologisieren. Gutes Selbstmarketing beinhaltet auch, anderen zuzuhören und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Während Angeberei oft ein Monolog ist.

Lia: Und fünftens?

Maik Marx: Fünftens. Ergebnisorientierung vs. Selbstdarstellung. Selbstmarketing zielt darauf ab, berufliche Ziele zu erreichen, während Angeberei oft nur dem Ego dient.

Lia: Das sind hilfreiche Unterscheidungen. Aber wie identifiziert man eigentlich seine Stärken, wenn man sich damit schwer tut?

Maik Marx: Eine sehr wichtige Frage. Ich empfehle verschiedene Methoden. Erstens, Erfolgsanalyse. Denke an Situationen, in denen du besonders erfolgreich warst. Was hast du getan? Welche Fähigkeiten hast du eingesetzt?

Lia: Also quasi eine Art Erfolgsjournal führen?

Maik Marx: Das ist eine ausgezeichnete Idee. Zweitens, Feedback einholen. Frage Kollegen, Vorgesetzte, Freunde oder Familie, worin sie deine Stärken sehen. Oft nehmen andere Qualitäten an uns wahr, die wir selbst nicht erkennen.

Lia: Das kann manchmal überraschende Erkenntnisse bringen.

Maik Marx: Absolut. Drittens, Stärkenassessments. Es gibt verschiedene Tests und Fragebögen, die helfen können, deine natürlichen Talente und Stärken zu identifizieren.

Lia: Wie zum Beispiel der bekannte StrengthsFinder.

Maik Marx: Genau. Oder der VIA-Survey für Charakterstärken. Viertens. Reflexion über Energiequellen. Überlege, welche Tätigkeiten dir Energie geben, statt sie zu rauben. Oft sind das Hinweise auf deine Stärken.

Lia: Das ist ein interessanter Ansatz.

Maik Marx: Und fünftens, Analyse von Komplimenten. Achte darauf, wofür du regelmäßig Anerkennung bekommst, selbst wenn es dir selbstverständlich erscheint. Oft sind unsere größten Stärken für uns so natürlich, dass wir sie gar nicht als besonders wahrnehmen.

Lia: Wenn man seine Stärken identifiziert hat, wie präsentiert man sie dann authentisch?

Maik Marx: Dafür gibt es verschiedene Strategien. Erstens, die STAR-Methode nutzen, beschreibe eine konkrete Situation, S, deine Aufgabe, T, deine Aktion, A und das Resultat, R, statt allgemeine Behauptungen aufzustellen.

Lia: Also statt, ich bin gut im Projektmanagement, lieber eine konkrete Erfolgsgeschichte erzählen?

Maik Marx: Genau, zum Beispiel, in meinem letzten Projekt habe ich ein fünfköpfiges Team geleitet. Trotz enger Deadline und Budgetkürzung konnten wir durch meine strukturierte Planung und regelmäßige Check-ins das Projekt zwei Tage früher als geplant und 5% unter Budget abschließen.

Lia: Das klingt viel überzeugender.

Maik Marx: Zweitens. Fakten und Zahlen nutzen. Konkrete Ergebnisse wie Prozentangaben, Zeitersparnisse oder Kundenfeedback machen deine Erfolge greifbar und glaubwürdig.

Lia: Also die Erfolge quantifizieren, wo immer möglich.

Maik Marx: Genau. Drittens, die Wir-Perspektive einbeziehen. Betone auch die Teamleistung, wenn andere beteiligt waren. Das zeigt, dass du kooperativ bist und anderen ihre Verdienste zugestehst.

Lia: Das nimmt auch den Eindruck von Angeberei.

Maik Marx: Absolut. Viertens. Authentische Bescheidenheit zeigen. Du kannst durchaus auch Herausforderungen oder Lernkurven erwähnen. Das macht deine Erfolgsgeschichte menschlicher und glaubwürdiger.

Lia: Und fünftens?

Maik Marx: Fünftens. Die Relevanz für den Zuhörer betonen, Zeige auf, wie deine Stärken und Erfahrungen für die aktuelle Situation, das Unternehmen oder das Projekt wertvoll sein können.

Lia: Das klingt nach einem sehr durchdachten Ansatz. Aber wie setzt man das in verschiedenen beruflichen Situationen konkret um?

Maik Marx: Lass uns verschiedene Szenarien durchgehen. Erstens, im Bewerbungsgespräch, hier ist Selbstmarketing explizit erwünscht. Bereite konkrete Erfolgsgeschichten vor, die zu den Anforderungen der Stelle passen.

Lia: Also quasi ein Repertoire an Beispielen haben?

Maik Marx: Genau. Zweitens. In Netzwerksituationen habe einen prägnanten Elevator-Pitch parat, der deine Kernkompetenzen und aktuellen beruflichen Ziele vermittelt.

Lia: Kurz und knackig, aber informativ?

Maik Marx: Exakt. Drittens. In Teammeetings bringe deine Erfolge in Bezug zum Teamziel ein. Statt ich habe XY erreicht, besser mein Beitrag zu unserem Projektziel war XY, was uns hilft, ABC zu erreichen.

Lia: Das klingt viel kooperativer.

Maik Marx: Viertens, in Jahresgesprächen oder Beurteilungen führe ein Erfolgsjournal über das Jahr, um konkrete Beispiele für deine Leistungen parat zu haben.

Lia: Eine Art Beweissammlung für die eigenen Erfolge.

Maik Marx: So könnte man es nennen. Und fünftens, in sozialen Medien und beruflichen Plattformen. Teile Fachwissen, Projekterfolge oder Lernerfahrungen, die dein Profil schärfen, ohne aufdringlich zu wirken.

Lia: Gibt es besondere Herausforderungen für bestimmte Personengruppen beim Selbstmarketing?

Maik Marx: Absolut. Verschiedene Gruppen stehen vor spezifischen Herausforderungen. 1. Frauen werden oft kritischer beurteilt, wenn sie selbstbewusst ihre Erfolge kommunizieren. Hier kann es helfen, noch stärker auf Fakten und Ergebnisse zu setzen.

Lia: Das ist leider eine Realität in vielen Arbeitsumgebungen.

Maik Marx: Leider ja. Zweitens, introvertierte Menschen finden Selbstdarstellung oft energieraubend. Für sie kann schriftliches Selbstmarketing über Fachbeiträge oder gut gepflegte Online-Profile eine gute Alternative sein.

Lia: Das nimmt den Druck der direkten sozialen Interaktion.

Maik Marx: Genau. Drittens, Berufseinsteiger haben oft noch nicht viele berufliche Erfolge vorzuweisen. Sie können stattdessen auf übertragbare Fähigkeiten aus Studium, Praktika oder Ehrenamt setzen.

Lia: Also den Fokus auf Potenzial statt auf langjährige Erfahrung legen?

Maik Marx: Exakt. Viertens. Berufswechsler stehen vor der Herausforderung, Erfolge aus einem anderen Bereich relevant zu machen. Hier hilft es, die übertragbaren Kernkompetenzen zu identifizieren.

Lia: Und fünftens?

Maik Marx: 5. Wiedereinsteiger nach einer Berufspause müssen oft gegen das Vorurteil ankämpfen, nicht mehr up-to-date zu sein. Sie können betonen, welche Fähigkeiten sie während der Pause weiterentwickelt haben und wie sie sich auf dem aktuellen Stand gehalten haben.

Lia: Das sind wertvolle Hinweise. Gibt es typische Fehler beim Selbstmarketing, die man vermeiden sollte?

Maik Marx: Definitiv. Erstens, Übertreibung oder Unwachheit. Nichts untergräbt deine Glaubwürdigkeit schneller als aufgedeckte Übertreibungen oder gar Lügen.

Lia: Das kann wirklich nach hinten losgehen.

Maik Marx: Absolut. Zweitens, unangemessener Kontext. Selbst wahre Erfolgsgeschichten können deplatziert wirken, wenn sie im falschen Moment oder am falschen Ort erzählt werden.

Lia: Wie bei einer Trauerfeier von Verkaufszahlen zu sprechen.

Maik Marx: Ein extremes, aber treffendes Beispiel. Drittens. Andere abwerten. Deine Stärken zu betonen, indem du die Schwächen anderer hervorhebst, hinterlässt einen sehr negativen Eindruck.

Lia: Das wirkt wirklich unsympathisch.

Maik Marx: Viertens. Zu viel des Guten. Selbst gutes Selbstmarketing kann nervig werden, wenn es zu häufig oder zu ausführlich erfolgt. Weniger ist manchmal mehr.

Lia: Und fünftens?

Maik Marx: Fünftens. Nicht zuhören. Wer nur von sich erzählt, ohne auf die Reaktionen oder Bedürfnisse des Gegenübers einzugehen, wird schnell als selbstzentriert wahrgenommen.

Lia: Das sind wichtige Warnhinweise. Gibt es noch spezielle Tipps für Menschen, die vom Jobcenter oder der Arbeitsagentur betreut werden?

Maik Marx: Ja. Für diese Gruppe ist Selbstmarketing besonders wichtig. Erstens. Nutze die Zeit der Arbeitssuche für eine gründliche Stärkenanalyse. Oft bieten Jobcenter und Arbeitsagentur entsprechende Workshops oder Coachings an.

Lia: Eine gute Investition in die eigene Zukunft.

Maik Marx: Absolut. Zweitens, übe dein Selbstmarketing in einem sicheren Umfeld. Zum Beispiel mit Freunden, Familie oder in einer Selbsthilfegruppe für Jobsuchende.

Lia: Übung macht den Meister.

Maik Marx: Genau. 3. Nutze die AVGS-Gutscheine für professionelles Coaching. Ein Coach kann dir helfen, deine Stärken zu identifizieren und authentische Wege zu finden, sie zu kommunizieren.

Lia: Eine maßgeschneiderte Unterstützung sozusagen.

Maik Marx: Exakt. 4. Erstelle eine Erfolgssammlung. Dokumentiere alle positiven Ergebnisse, Feedback und Lernerfolge, auch wenn sie dir klein erscheinen.

Lia: Um sich selbst immer wieder daran zu erinnern, was man kann.

Maik Marx: Genau, und um konkrete Beispiele für Bewerbungsgespräche parat zu haben. Und fünftens, entwickle verschiedene Versionen deiner Erfolgsgeschichten. Eine kurze für den Smalltalk, eine mittlere für Netzwerkveranstaltungen und eine ausführliche für Bewerbungsgespräche.

Lia: Das klingt nach einer sehr durchdachten Strategie. Gibt es noch abschließende Gedanken zum Thema Selbstmarketing?

Maik Marx: Ja, einen wichtigen Punkt. Selbstmarketing ist keine einmalige Aktion, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Es geht darum, regelmäßig zu reflektieren, was du erreicht hast, was du daraus gelernt hast und wie du dich weiterentwickelt hast.

Lia: Also quasi ein lebenslanges Projekt.

Maik Marx: Genau. Und denk daran, authentisches Selbstmarketing dient nicht nur dir selbst, sondern auch anderen. Wenn die richtigen Menschen wissen, was du kannst und wofür du brennst, können sie dich für passende Aufgaben einsetzen oder empfehlen, eine Win-Win-Situation.

Lia: Das ist ein schöner Gedanke zum Abschluss. Fassen wir nochmal zusammen.

Maik Marx: Gerne. Um deine Stärken authentisch zu präsentieren, identifiziere deine wahren Stärken durch Selbstreflexion, Feedback und Erfolgsanalyse.

Lia: Nutze konkrete Beispiele und die Star-Methode statt allgemeiner Behauptungen.

Maik Marx: Passe dein Selbstmarketing an den jeweiligen Kontext an, vom Elevator-Pitch bis zur ausführlichen Erfolgsgeschichte.

Lia: Bleib authentisch und wertschätzend. Betone deine Stärken, ohne andere abzuwerten.

Maik Marx: Und sieh selbst Marketing als kontinuierlichen Prozess, der nicht nur dir, sondern auch anderen nutzt.

Lia: Das war wieder eine super informative Folge. Danke, Maik, für deine Expertise und dass du heute wieder bei uns zu Gast warst.

Maik Marx: Danke dir, Lia. Die Freude ist ganz meinerseits. Unsere Gespräche machen mir immer großen Spaß und ich hoffe, wir können damit vielen Menschen helfen.

Lia: In der nächsten Folge sprechen wir über ein Thema, das viele beschäftigt. Arbeiten im Homeoffice, wie man produktiv bleibt und Work-Life-Balance findet. Maik wird natürlich wieder als Experte dabei sein.

Maik Marx: Ich freue mich schon darauf. Das ist ein hochaktuelles Thema, bei dem viele Menschen Unterstützung brauchen. Und hier noch ein wichtiger rechtlicher Hinweis. Die vorgestellten Selbstmarketing-Strategien sind allgemeine Empfehlungen und müssen individuell angepasst werden. Achten Sie bei der Darstellung Ihrer beruflichen Erfolge stets auf Faktentreue und respektieren Sie die Urheberrechte und Vertraulichkeitsvereinbarungen früherer Arbeitgeber. Bei Unsicherheiten konsultieren Sie bitte einen Karriereberater oder Rechtsexperten.

Lia: Tschüss und bis zum nächsten Mal bei plangenial.de, der Bewerbungs- und Karriere-Podcast.

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